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Linke-Linksaußen Wagenknecht irritiert Partei

Düsseldorf/Berlin (dpa) Die Linke-Politikerin Sahra Wagenknecht stößt mit ihren Überlegungen für eine Kandidatur zur Bundestagswahl 2009 in Nordrhein-Westfalen auf Kritik in den eigenen Reihen.

Linke-Linksaußen Wagenknecht irritiert Partei

Sahra Wagenknecht stößt mit ihren Plänen für eine Kandidatur für den Bundestag auf Kritik in den eigenen Reihen

Der Landesverband der Partei bestätigte einen Bericht der Tageszeitung «Rheinische Post» (Samstag), wonach die Pläne nicht mit den Ortsvereinen abgesprochen seien. Wagenknecht ist als Kandidatin im Wahlkreis Mettmann im Gespräch, wo auch Bundesfinanzminister Peer Steinbrück für die SPD antritt. «Sie hätte den Landesverband NRW zumindest davon in Kenntnis setzen können, bevor sie darüber in Interviews spricht», sagte Linke-Sprecher Ralf Michalowsky am Samstag der dpa.

Wagenknecht zeigte sich von den Reaktionen überrascht. «Ich habe weder eine Direktkandidatur angekündigt noch über eine entschieden noch auch nur die Idee entwickelt», teilte sie am Sonntagabend in Berlin mit. Den Vorschlag hätten Mitglieder des Linke-Kreisverbands Mettmann gemacht. Sie selbst halte einen Wahlkampf gegen Steinbrück zwar für «eine interessante Konstellation», wolle darüber aber erst später entscheiden.

Wagenknecht gilt innerhalb der Partei als prominenteste Vertreterin des Linksaußen-Flügels. Die 39-jährige Wortführerin der Kommunistischen Plattform sitzt derzeit für die Linke als Abgeordnete im Europaparlament.

Der Vorstand des Ortsvereins Mettmann-Mitte, Eckehard Scholz, sagte der «Rheinischen Post», er halte nichts von einer Kandidatur Wagenknechts. «Sie würde die Wähler nur abschrecken.»

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