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Linke rutscht erstmals seit Jahren unter 5-Prozent-Marke

Berlin (dpa) Nach ihrem erbitterten internen Machtkampf ist die Linke in einer Umfrage zum ersten Mal seit Jahren unter die Fünf-Prozent-Hürde gerutscht.

Linke rutscht erstmals seit Jahren unter 5-Prozent-Marke

Die neuen Parteivorsitzenden, Bernd Riexinger und Katja Kipping, beim Parteitag der Linken in der Lokhalle in Göttingen. Foto: Jochen Lübke/Archiv

Das Meinungsforschungsinstitut YouGov ermittelte im Auftrag der «Bild»-Zeitung, dass die heftig zerstrittene Partei nur noch auf 4 Prozent käme, wenn am Sonntag gewählt würde.

Die Linke hatte bei der Bundestagswahl 2009 mit den Spitzenkandidaten Oskar Lafontaine und Gregor Gysi ein Rekordergebnis von 11,9 Prozent erzielt. Unter dem Führungsduo Klaus Ernst und Gesine Lötzsch stürzte die Partei in den Umfragen ab und erreicht nun nicht einmal mehr die Hälfte des damaligen Ergebnisses.

Am vergangenen Sonntag wählte die Linke mit Katja Kipping und Bernd Riexinger nach zermürbenden Flügelkämpfen eine neue Doppelspitze. Wer die Partei 2013 in den nächsten Wahlkampf führt, ist noch unklar. In einer Forsa-Umfrage im Auftrag von «Stern» und RTL, die vor dem Göttinger Parteitag der Linken durchgeführt wurde, landete die Linke noch bei 6 Prozent.

YouGov befragte zwischen dem 1. und 4. Juni 2019 Wahlberechtigte, Forsa zwischen dem 29. Mai und dem 1. Juni 2000 Bundesbürger.

In der Forsa-Umfrage fiel die FDP wieder unter die Fünf-Prozent-Marke. Die CDU legte einen Punkt zu und erreichte 33 Prozent. Die SPD blieb bei 27 Prozent. Die Grünen kletterten um einen Punkt auf 14 Prozent. Die Piraten verloren einen Punkt und lagen mit 11 Prozent nunmehr 3 Punkte hinter den Grünen.

Bei YouGov verlor die Piratenpartei einen Punkt und lag bei 7 Prozent. Dagegen konnten Union und SPD ihr Ergebnis im Vergleich zur Vorwoche um je einen Prozentpunkt verbessern - CDU/CSU auf nunmehr 34 Prozent, die SPD auf 32 Prozent. Grüne und FDP lagen demnach unverändert bei 14 beziehungsweise 5 Prozent.

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