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Linke will Gysi-Nachfolge schnell klären

Berlin (dpa) Die Linke will nach der Rücktrittsankündigung ihres Bundestags-Fraktionschefs Gregor Gysi schnell über die Nachfolge entscheiden.

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Gegenspieler: Als Favoriten für die Gysi-Nachfolge gelten Dietmar Bartsch und Sahra Wagenknecht. Foto: Oliver Berg

Nach einem Vierteljahrhundert in der ersten Reihe der deutschen Politik zieht sich Linke-Fraktionschef Gregor Gysi zurück. Foto: Oliver Berg

Parteichef Bernd Riexinger kündigte an, dass es dazu am Montag nächster Woche eine Sitzung des geschäftsführenden Parteivorstands geben wird. Als Favoriten gelten Gysis bisherige Stellvertreter Sahra Wagenknecht (45) vom linken Flügel und Dietmar Bartsch (57) von den Reformern. Riexinger bekräftigte, dass es an der Spitze der Fraktion künftig eine Doppelspitze geben wird.

Gysi (67) hatte am Wochenende auf dem Linke-Parteitag in Bielefeld angekündigt, dass er den Posten nach zehn Jahren aufgeben wird. Wagenknecht, die Ehefrau von Ex-Fraktionschef Oskar Lafontaine, und Bartsch haben sich seither öffentlich noch nicht festgelegt. Die Parteispitze hat nach den Linke-Statuten das Vorschlagsrecht für die Besetzung der Fraktionsführung. Die 64 Linke-Abgeordneten entscheiden am 13. Oktober endgültig über die Nachfolge.

Riexinger sagte, Wagenknecht müsse sich nun «erst mal überlegen, ob sie zur Verfügung steht». Die Wortführerin der Parteilinken hatte nach einer internen Abstimmungsniederlage erst im März erklärt, dass sie nicht mehr länger Fraktionsvorsitzende werden wolle. Inzwischen haben sie aber auch schon mehrere Reformer aufgefordert, ihre Entscheidung zu korrigieren.

Die Linke

Linksfraktion

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