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Lisowa holt Gold - Beucher: „Belastet die Spiele“

Pyeongchang. Präsident Friedhelm Julius Beucher vom Deutschen Behindertensportverband (DBS) hat nach dem Sieg der mit Dopingvorwürfen konfrontierten Russin Michalina Lisowa bei den Winter-Paralympics in Pyeongchang heftige Kritik an deren kurzfristiger Starterlaubnis geübt.

Lisowa holt Gold - Beucher: „Belastet die Spiele“

Holte in Pyeongchang Gold bei den sehbehinderten Biathletinnen: Michalina Lisowa (l) aus Russland. Foto: Valdrin Xhemaj

„Diese Diskussion hat die Spiele belastet“, sagte Beucher am Samstag: „Und mit diesem Start und mit diesem Sieg sind die Zweifel nicht weg. Im Gegenteil.“

Lisowa hatte erst am Mittwoch die Starterlaubnis für Pyeongchang erhalten und beim ersten Start über sechs Kilometer der sehbehinderten Biathletinnen gewonnen. Der DBS hatte die Freigabe für Lisowa öffentlich als unverständlich bezeichnet, „weil ihr Name im McLaren-Report auftaucht“. IPC-Präsident Andrew Parsons hatte entgegnet, es gebe „verschiedene Listen“.

„Wir haben dem IPC gesagt, dass wir mit dieser Antwort nicht zufrieden sind“, sagte Beucher: „Inhaltlich hat er nichts gesagt, er hat nur Nebelkerzen geworfen.“ Zudem stellte der DBS-Präsident klar: „Wir haben nicht gesagt, dass sie nicht clean ist. Wir haben nur gesagt, dass eine Athletin zugelassen wurde, die laut Reglement nicht hätte zugelassen werden dürfen, weil sie auf der Liste steht.“

Der Medaillentraum der beiden Deutschen Clara Klug (München) und Vivian Hösch (Freiburg) hatte sich am Samstag im selben Rennen derweil nicht erfüllt. Klug wurde Sechste, Hösch Siebte.

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