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Live-Kunst ohne Umwege

WITTEN Mit einer Premiere in der Ruhrregion eröffnete der Künstler Giovanni Vetere seine Kunstwelt dem Publikum direkt und unverfälscht. Begleitet wurde er dabei von zweierlei: Musik und einer laufenden Videokamera.

03.12.2007
Live-Kunst ohne Umwege

Giovanni Vetere malt zur Musik von Jin Urayama.

Er malte, die Musik spielte, die Kameras filmten: Zwei grellbunte großformatige Kunstwerke waren das Ergebnis. Der international bekannte Künstler ist einer der Hauptvertreter der „L'art brut“. Einer Kunstrichtung, die nach Werken mit ungeschöntem und unverfälschtem Charakter strebt.

Dementsprechend malte der Künstler am Samstagabend vor den laufenden Kameras des Fernsehteams in der Wittener WerkStadt – unverfälscht und hautnah dokumentiert. Dabei wurden „Farben sichtbar und hörbar“ präsentiert, die der Maler und Bildhauer Vetere (Foto) zusammen mit dem Komponisten und Pianisten Jin Urayama mit seinem Team im Rahmen des Kulturabends 2007 „Dialog zwischen den Spuren“ präsentierten.

Zahlreiche Ausstellungen in Europa und den USA

Giovanni Vetere kann auf ein fast 30-jähriges Kunstschaffen mit zahlreichen Ausstellungen im europäischen Ausland und in den USA, sowie Kunsterfolge in Basel, New York und auf der Art Cologne zurückblicken. Die Veranstaltung war unter der Moderation von Professor Detlef Mache ein einmaliges Kunst- und Kulturexperiment in Kooperation mit der Bildungs- & KulturInitiative und dem Atelier „M“.

Die Vereinfachung und die formale Reduktion auf das Wesentliche setzten sich in den Bildelementen fort, die die eigene Lebenswelt des Künstlers Vetere unterstrichen. Die Natur und ihre Elemente wurden durch blumenartige Formen, sowie Vögel und Fische repräsentiert, die zwischenzeitlich verschwanden und in anderer Form auf der Bühne sichtbar wurden.

Die verlorene eigene Sprache fand Vetere in der Kunst wieder

Das künstlerische Werk von Giovanni Vetere ist in besonderer Weise mit seiner Biographie verbunden. Durch die Emigration ging Vetere die eigene Sprache verloren. In der Kunst fand er das Kommunikationsmittel, das aus dem konkreten Zwiespalt eine neue, eigene Welt schuf.