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Absturz in Frankreich

Live-Ticker: Germanwings streicht zahlreiche Flüge

Frankfurt/Main Ein Airbus der Fluggesellschaft "Germanwings" ist am Dienstag in Frankreich abgestürzt. Die Maschine vom Typ A320 war in Barcelona gestartet, auf dem Weg nach Düsseldorf und hatte 150 Menschen an Bord, darunter nach ersten Informationen 67 deutsche Staatsangehörige. Unter ihnen war eine Schulklasse des Halterner Joseph-König-Gymnasiums und eine Lüner Stewardess. Überlebende gibt es laut offiziellen Angaben nicht.

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Erstes Bild der Absturzstelle.

Wrackteile und Trümmer liegen an einem Berghang nach dem Absturz der Maschine vom Typ Airbus A320 der Fluggesellschaft Germanwings bei Seyne-les-Alpes in der Provence.

Die Anzeigetafel zeigt am Düsseldorfer Flughafen annullierte Germanwings-Flüge an.

Suchtrupps durchkämmen den Absturzort.

Das Unglück in Kürze:

  • Ein Flugzeug vom Typ A320 ist  in Frankreich abgestürzt.
  • Bei dem Flugzeug handelt es sich nach Angaben der Deutschen Flugsicherung um eine Maschine von Germanwings (#4U9525)
  • An Bord der Maschine waren nach Informationen von Germanwings 144 Passagiere und sechs Besatzungsmitglieder. Nach Angaben von Germanwings sind 67 deutsche Staatsbürger unter den Insassen. Darunter auch 16 Schüler und zwei Lehrer aus Haltern und eine Stewardess aus Lünen. Laut der spanischen Regierung sind unter den Passagieren 45 Reisende mit spanischem Namen.
  • Nach Angaben von Präsident François Hollande gibt es vermutlich keine Überlebenden. Verkehrsstaatssekretär Alain Vidalies wurde deutlicher: "Es gibt keinen Überlebenden".
  • Es gibt bisher keinen Hinweis auf die Ursache der Katastrophe.
  • Zahlreiche Germanwings-Flüge sind in ganz Deutschland gestrichen worden und werden auch am Mittwoch ausfallen. Einige Crews sehen sich nicht in der Lage zu fliegen.

Update 23.05 Uhr: Zwischen 5.30 und 6 Uhr am Mittwochmorgen sollen 30 Mitglieder einer Gebirgsstaffel der Polizei mit dem Hubschrauber am Unglücksort abgesetzt werden. 65 Beamte seien laut einem Vertreter der Gendarmerie seit dem Abend unterwegs, um einen Fußweg zu suchen: "Sie werden vor Ort ihr Lager aufschlagen." Bis die gesamte ausgedehnte Absturzstelle durchkämmt sei, werde es "mindestens eine Woche" dauern. Nach Angaben des Chef-Mediziners der Region hat das Absturzgebiet eine Größe von fast vier Hektar mit Höhenunterschieden von bis zu 200 Metern, besonders schwer zugängliches Gebiet: "Das Personal ist dort ganz klar in Gefahr".

Lufthansa-Chef Carsten Spohr spricht vom "schwärzesten Tag in der 60-jährigen Geschichte des Unternehmens". Für Aussagen über die mögliche Absturzursache sei es zu früh: "Wir wollen und werden uns nicht an Spekulationen beteiligen." Er zeigt Verständnis dafür, dass einzelne Crews sich nicht in der Lage sähen, am Mittwoch zu fliegen. Deshalb würden weitere Flüge ausfallen: "Wir werden so schnell es geht wieder zu einem vollständigen Flugbetrieb zurückkehren. Das ist für mich aber jetzt erst einmal zweitrangig."

Update 22.46 Uhr: In der Nähe des Absturzortes stellen sich die Behörden auf die Ankunft der Angehörigen der Opfer ein. In der Sporthalle des Alpenortes Digne sollen 800 Betten aufgebaut werden, berichtet die Zeitung "La Provence". Germanwings plane einen Flug nach Südfrankreich, um den Angehörigen einen Besuch zu ermöglichen, sagte Airline-Geschäftsführer Thomas Winkelmann im ZDF. Bereits am Dienstagabend werden die ersten Angehörigen am Flughafen in Marignane bei Marseille erwartet. Von dort sollen sie laut "La Provence" von Polizisten nach Digne geleitet werden.

Update 22.06 Uhr: Am Düsseldorfer Flughafen kümmern sich weiterhin Betreuer um die Hinterbliebenen. "Aktuell sind noch 16 in der VIP-Lounge", sagte ein Sprecher. Insgesamt 150 Mitarbeiter hatten sich zeitweise um 45 bis 50 Angehörige gekümmert. Der Flughafen schafft jetzt Übernachtungsmöglichkeiten: Es werden Feldbetten aufgestellt.

Papst Franziskus spricht den Angehörigen unterdessen sein Mitgefühl aus. Er bete für die Opfer und drücke seine "tiefe Solidarität für alle Menschen aus, die diese Tragödie getroffen hat", heißt es laut Radio Vatikan in einem Telegramm. Am Unglücksort in Frankreich wird in der Nacht mit Regen und eventuell sogar Schnee gerechnet. Das könnte die Bergungsarbeiten erschweren.

Update 21.32 Uhr: Eine Lufthansa-Sprecherin bestätigte in Frankfurt, dass der abgestürzte Airbus A320 am Tag vor der Katastrophe wegen eines technischen Problems repariert worden sei. Hintergrund für „die Weigerung etlicher Piloten“, ihren Dienst aufzunehmen, ist nach Darstellung von Spiegel online offenbar, dass die Unglücksmaschine am Montag wegen technischer Probleme den ganzen Tag in Düsseldorf am Boden gestanden habe. Es habe ein Problem an der „Nose Landing Door“ gegeben, bestätigte die Lufthansa-Sprecherin.

Die „Nose Landing Door“ ist „Spiegel online“ zufolge eine Klappe, die sich am Rumpf öffnet und schließt, wenn das Bugrad aus- und eingefahren wird. „Das ist kein sicherheitsrelevantes Thema, sondern ein Geräuschthema. Das Problem wurde routinemäßig behoben“, sagte die Lufthansa-Sprecherin. 

Airbus von Germanwings in Südfrankreich abgestürzt

Trümmer des Flugzeugs in den französischen Alpen.
Von einem Flugzeug nichts mehr zu erkennen.
Fenster des Flugzeugs an einer Felswand.
Ein Hubschrauber über den Trümmern.
In den französischen Alpen macht sich ein Hubschrauber auf den Weg in Richtung Absturzort.
Der Absturzort.
Hier zerschellte das Flugzeug.
Am späten Nachmittag trafen Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (Mitte, SPD) und die französischen Umweltministerin Segolene Royal (2.v.r.) im Lagezentrum in Seyne Les Alpes in der Nähe der Absturzstelle der Germanwings Maschine ein.
Französische Polizisten bereiten sich auf den Rettungseinsatz vor.
Die Polizei-Basis für den Rettungseinsatz in den französischen Alpen.
Lagebesprechung unter französischen Rettungskräften.
Trauer in Haltern.

Update 20.34 Uhr: Die Polizei hat in Barcelona damit begonnen, die Videoaufnahmen vom Einstieg der Passagiere in die Unglücksmaschine zu überprüfen. Das solle dazu beitragen, möglichst viele Details über das Unglück zu sammeln. Deutschen Sicherheitsbehörden zufolge gibt es keinen Hinweis auf einen terroristischen Anschlag, auch das Weiße Haus in Washington geht von einem Unfall aus.

Eine junge Radio-Reporterin aus Nordrhein-Westfalen ist dem schweren Flugzeugunglück entgangen, weil sie statt des Unglücksflugs eine spätere Maschine von Germanwings gebucht hat. Die 21-Jährige sei privat in Barcelona gewesen. „Ich hatte beim Buchen des Rückflugs überlegt, ob ich den früheren Flieger nehme, weil mein Freund morgen arbeiten muss“, sagte sie den NRW-Lokalradios. Sie hätte sich dann doch für den späteren Flug entschieden, um einen halben Tag länger in Barcelona zu haben. „Das hat uns jetzt im Prinzip das Leben gerettet“, sagte die Reporterin.

„Was das in einem auslöst, das ist schon heftig.“ Als sie die Nachricht vom Absturz des Flugzeugs erhalten habe, sei sie zusammengebrochen und habe eine Stunde lang geweint. Dennoch wollte sich die junge Frau am Abend in die Maschine nach Düsseldorf setzen.

Update 20.13 Uhr: Am Absturzort stellen die zehn eingesetzten Helikopter-Teams die Suche jetzt für die Nacht ein. Sie sollen nach Sonnenaufgang ihre Flüge wieder aufnehmen, teilen die Behörden mit. Zuvor hätten Helikopter dort noch fünf Polizisten für die Nacht abgesetzt.

Währenddessen sind zahlreiche Germanwings-Flüge in ganz Deutschland gestrichen worden. Die Mutter-Gesellschaft Lufthansa hat bestätigt, dass einige Germanwings-Crews ihren Dienst nicht angetreten haben. Sie hätten dafür ausschließlich persönliche Gründe angegeben.

Auch US-Präsident Barack Obama hat sein Mitgefühl ausgedrückt. Er habe mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und Spaniens Ministerpräsidenten Mariano Rajoy telefoniert, sagte er in Washington: „Ihr unverbrüchlicher Freund und Verbündeter Amerika steht ihnen in diesem Moment der Trauer zur Seite.“ Er bezeichnete das Unglück als „besonders tragisch, da es den Tod so vieler Kinder mit sich brachte“.

Update 19.42 Uhr: Zahlreiche Prominente drücken inzwischen ihr Beileid aus. Auch Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund äußert via Twitter die Anteilnahme:

In stiller Anteilnahme: Die BVB-Familie ist in Gedanken bei den Angehörigen der Opfer des Fluges 4U9525

Update 19.39 Uhr: Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) hat sich nach einem Flug über den Absturzort entsetzt gezeigt: "Vor Ort zeigt sich ein Bild des Grauens", sagte er. "Die Trauer der Familien und Angehörigen ist unermesslich. Wir müssen ihnen jetzt gemeinsam beistehen. Wir sind alle in großer Trauer vereint." Steinmeier wurde am Unglücksort von französischen Sicherheitskräften informiert. "Ich danke im Namen der Bundesregierung dem französischen Innenminister, der Transportministerin und allen französischen Einsatzkräften für ihren beispielhaften Einsatz", sagte er. 

Update 19.23 Uhr: Nach dem Flugzeugabsturz in Frankreich steht die Herkunft der Passagiere nach Angaben von Germanwings noch nicht endgültig fest. Derzeit könne man keine endgültigen Zahlen zu den Nationalitäten bekanntgeben, sagte Germanwings-Chef Thomas Winkelmann am Dienstag in einer zweiten Pressekonferenz in Köln. Zur Absturz-Ursache äußerte sich Winkelmann weiter nicht. "Wir werden Sie über die weiteren Schritte (...) zeitnah informieren", sagte Winkelmann. Die nächsten Informationen stellte Germanwings für Mittwochmorgen in Aussicht. 

Update 19.15 Uhr: NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) meldet sich am Abend auch noch einmal zu Wort. Sie warnt vor Spekulationen über den Flugzeugabsturz. "Es ist jetzt die Zeit zu trauern, es ist nicht der Zeitpunkt, um über den Hergang zu spekulieren", sagte sie in der Düsseldorfer Staatskanzlei. Die Herkunft aller Opfer sei noch nicht geklärt, sagte Kraft. "Es steht aber zu vermuten, dass eine größere Zahl aus Nordrhein-Westfalen stammt." Die Ministerpräsidentin wird am Mittwoch zusammen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel zur Absturzstelle nach Frankreich fliegen. 

Mit einer Angehörigen eines Opfers, die sich in der Staatskanzlei gemeldet habe, habe sie bereits gesprochen, berichtete Kraft mit brüchiger Stimme. "Das sind schwierige Gespräche. Was man tun kann, ist dasein und Trost spenden. Und das versuche ich, so gut es geht." Sie könne sich noch gut an die Loveparade-Katastrophe erinnern. "Ich kann mich gut in die Lage der Familien versetzen. Sie brauchen das Gefühl dass sie nicht allein sind."  Der Landtag sagte für Mittwoch alle Ausschusssitzungen und Termine ab. Auch die Landesregierung strich die meisten öffentlichen Termine.

Update 18.57 Uhr: Die spanische Regierung hat nach dem Absturz der Germanwings-Maschine eine offizielle Trauer von drei Tagen angeordnet. Dies gab Vizeregierungschefin Soraya Sáenz de Santamaría im Anschluss an eine Sitzung des Krisenstabs der Madrider Regierung bekannt. Die Trauer solle in der Nacht zum Mittwoch beginnen. Sáenz de Santamaría teilte ferner mit, dass Spanien sich an den Ermittlungen zur Klärung der Unglücksursache beteiligen werde. Die genaue Zahl der spanischen Opfer der Katastrophe stehe noch nicht fest. Bisher sei nur bekannt, dass auf der Passagierliste 45 Fluggäste mit spanischen Nachnamen stünden. Die Regierung sei zusammen mit Germanwings bemüht, die Nationalität der Passagiere festzustellen.

Update 18.52 Uhr: Immer mehr Namen der Opfer werden bekannt: So ist auch der Bassbariton der Deutschen Oper am Rhein, Oleg Bryjak (54), unter den Opfern des Absturzes. Das teilte die Oper in Düsseldorf mit. Bryjak habe sich auf dem Rückflug von einem Gastspiel im Gran Teatre del Liceu in Barcelona befunden, wo er den Alberich in Richard Wagners "Siegfried" sang. Der Bassbariton war seit der Spielzeit 1996/97 Mitglied im Ensemble. Generalintendant Christoph Meyer sprach den Angehörigen des Künstlers sein Mitgefühl aus: "Wir haben mit Oleg Bryjak einen großartigen Interpreten und einen großartigen Menschen verloren. Wir sind fassungslos."

Update 18.44 Uhr: Unter den 150 Todesopfern an Bord der abgestürzten Germanwings-Maschine ist auch eine Lünerin. Die 26-jährige Frau gehörte nach Informationen unserer Redaktion zur sechsköpfigen Crew des Flugzeugs und war als Chefstewardess für Germanwings tätig. Die 26-Jährige ist in Lünen geboren und aufgewachsen. Sie arbeitete bereits mehrere Jahre für Germanwings und wurde Ende 2014 zur Chefstewardess befördert. Erst vor wenigen Monaten nahm sie sich eine eigene Wohnung in Essen, um näher an ihren beruflichen Einsatzorten zu wohnen.

Update 18.18 Uhr: Die Bestätigung für die französischen Pressemeldungen (siehe Eintrag um 18.05 Uhr): Einer der Flugschreiber ist tatsächlich gefunden worden. Das sagte der französische Innenminister Bernard Cazeneuve. Mit der Auswertung des Flugschreibers solle noch am Abend begonnen werden. Diese soll rasch Aufschluss über die Absturzursache geben. 

Update 18.11 Uhr: Jetzt gibt es auch Bewegtbilder von der Unfallstelle. Der französische Sender francetvinfo hat das Material zusammengeschnitten.

 

Update 18.05 Uhr: Einer der Flugschreiber der Germanwings-Maschine ist französischen Medienberichten zufolge gefunden worden. Das meldeten "Le Figaro" und "Le Monde" unter Berufung auf den französischen Innenminister Bernard Cazeneuve. Die Auswertung des Flugschreibers soll Aufschluss über die Absturzursache geben. 

Update 18.01 Uhr: Der Sprecher der spanischen Stadtverwaltung von Llinars del Vallés, der Kleinstadt, in der die Halterner Schüler eine Woche verbracht hatten, hat sich bei der Deutschen Presse-Agentur geäußert: "Die Familien der spanischen Schüler hatten ihre deutschen Gäste am Morgen zum Bahnhof gebracht", sagte Josep Aixandri. "Von dort fuhren sie mit der Bahn zum Flughafen von Barcelona." 

"Die spanischen Schüler stehen wie unter einem Schock. Wir haben versucht, ihnen Trost zu spenden", sagte Aixandri. Die 16 Schüler und zwei Lehrer aus Haltern hatten nach Angaben des Sprechers eine Woche in der katalanischen Kleinstadt mit knapp 10.000 Einwohnern verbracht. Die Austauschschüler waren bei Familien einheimischer Schüler untergebracht. Der Schüleraustausch mit dem Gymnasium in Haltern werde seit langer Zeit praktiziert, berichtete der Sprecher.

Update 17.42 Uhr: Bewegendes Statement von Bundespräsident Joachim Gauck, der seine Peru-Reise kurz darauf absagte und nach Deutschland zurückflog. Der für Mittwoch und Donnerstag geplante Staatsbesuch in Uruguay wurde abgesagt. Für den Abend war ursprünglich der Weiterflug nach Montevideo geplant. 

Bundespräsident Gauck hat sein Bedauern an die Angehörigen der Opfer des Absturzes ausgedrückt. #germanwings#4U9525https://t.co/EFeS808ZZH

Update 17.38 Uhr: Die Fluggesellschaft Germanwings will um 18.30 Uhr noch einmal ein Pressestatement abgeben. Dafür hat sie ins Leonardo Hotel Köln/Bonn Airport geladen.

Update 17.28 Uhr: In Düsseldorf, wo Flug 4U9525 landen sollte, zeigen die Flaggen Trauer.

Trauerbeflaggung am Düsseldorfer Rathaus für Flug #4U9525pic.twitter.com/WXi9XJw7Sq

Update 17.16 Uhr: Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit hat vor vorschnellen Spekulationen zur Absturz-Ursache gewarnt. Die Öffentlichkeit solle sich zurückhalten, weil Mutmaßungen besonders schmerzhaft für die Hinterbliebenen seien. Einer objektiven Unfalluntersuchung seien sie nicht dienlich, erklärte VC-Sprecher Jörg Handwerg, der selbst Kapitän auf einer A320 ist. "Unser tief empfundenes Mitgefühl gilt allen Angehörigen, Freunden und Bekannten der Passagiere und der Besatzung", teilte die VC zudem mit. Man biete aktive Hilfe bei der Unfalluntersuchung an. 

Update 17.13 Uhr: Die Schüler in Haltern sind informiert worden, als mit hinreichender Sicherheit feststand, dass die Maschine nicht in Düsseldorf landen wird. Da habe der Schulleiter sofort den Unterricht beendet. Am Mittwoch werde die Schule nicht ausfallen. Es werde aber natürlich kein normaler Unterricht stattfinden. Stattdessen werde es für alle die Möglichkeit der Verarbeitung geben. Damit ist die Pressekonferenz beendet.

Update 17.05 Uhr: Die Pressekonferenz startet. Bodo Klimpel, Bürgermeister der Stadt Haltern, ist sichtlich bewegt: "Dies ist der schwärzeste Tag in der Geschichte unserer Stadt. Ich möchte zunächst sagen, dass die Stadt tief betroffen ist. Es ist ein Schockzustand überall zu spüren. Das ist so ziemlich das Schlimmste was man sich vorstellen kann."

Update 17.03 Uhr: Die Pressekonferenz in Haltern verspätet sich unterdessen.

Update 17.02 Uhr: Die Wucht des Aufpralls der Germanwings-Maschine macht nach Ansicht des französischen Innenministers Bernard Cazeneuve wenig Hoffnung auf Überlebende unter den 150 Insassen. Nach seinen Angaben sind Hunderte von Soldaten der Gendarmerie sowie etwa ebenso viele Feuerwehrleute, zehn Helikopter und ein Militärflugzeug rund um den Absturzort in den südostfranzösischen Alpen im Einsatz. 

Update 16.55 Uhr: Nach Angaben eines französischen Abgeordneten, der die Unfallstelle gemeinsam mit dem französischen Innenminister Bernard Cazeneuve überflogen hat, liegt der Germanwings-Flieger komplett in Trümmern. "Das Flugzeug ist total zerstört", schrieb Christophe Castaner, Abgeordneter der Region Alpes-de-Haute-Provence bei Twitter. "Entsetzliche Bilder in dieser Berglandschaft. Es bleibt nichts außer Trümmern und Körpern."

Update 16.45 Uhr: Es gibt erste verstörende Bilder von der Absturzstelle, die wir oben eingefügt haben. Vom Flugzeug ist quasi nichts mehr zu erkennen, lediglich ein Teil der Flugzeugaußenseite ist zu sehen.

Update 16.40 Uhr: Das Flugzeug hat einem Augenzeugen zufolge möglicherweise eine Felswand getroffen. Ein Anwohner aus der Region Alpes-de-Haute-Provence habe die Trümmer von einem Gebirgspass aus gesehen, berichtete die Zeitung "La Provence" am Dienstag. "Von da oben konnte ich die Trümmer sehen. Ich habe keinen Zweifel, dass das Flugzeug gegen die Felswand geprallt ist", zitiert die Zeitung den Einwohner.

Update 16.34 Uhr: Nach den deutschen Behörden (siehe Eintrag um 14.09 Uhr) geht auch die US-Regierung nicht von einem terroristischen Hintergrund aus. "Es gibt derzeit keine Anzeichen für einen Zusammenhang mit Terrorismus", sagte die Sprecherin des Nationalen Sicherheitsrates, Bernadette Meehan, der Deutschen Presse-Agentur. Die Anti-Terror-Beraterin Lisa Monaco habe US-Präsident Barack Obama über den Absturz informiert. "Unsere Gedanken und Gebete sind mit den Opfern und ihren Familien", sagte Meehan.

Update 16.31 Uhr: Noch einmal Haltern: In diesem Artikel berichten wir aktuell über die Stimmung aus der Stadt. Schulministerin Sylvia Löhrmann sagte, es habe sich bei den Verunglückten um Schüler der 10. Klasse gehandelt. "Das ist eine Austauschreise eines Spanischkurses, die jetzt auf dem Rückflug waren, nachdem sie wahrscheinlich eine schöne Zeit in Spanien hatten", sagte die Ministerin. "Das ist ganz tragisch, das ist ganz traurig, und das macht fassungslos." Am Mittwoch will Löhrmann die Schule am nördlichen Rand des Ruhrgebiets besuchen.

Update 16.17 Uhr: Die französische Tageszeitung "Le Dauphine Libéré" hat auf seiner Website offenbar ein erstes Foto der Absturzstelle sowie ein Video aus einem Aufklärungshubschrauber. Ob es sich bei dem Video wirklich um die Absturzzone handelt, ist nicht bekannt.

Update 16.09 Uhr: Die Nachricht, dass sich die Schulklasse des Joseph-König-Gymnasiums im Unglücksflieger befunden hat, greift in Haltern langsam um sich. Mittlerweile hat auch Schulministerin Sylvia Löhrmann die Meldung bestätigt: "Wir wissen, dass die Schülergruppe an Bord der Maschine gegangen ist", sagte sie. Die ersten Halterner Vereine sagen Veranstaltungen ab, immer mehr Journalisten sind in der Stadt unterwegs. Das Joseph-Königs-Gymnasium ist komplett abgeriegelt, viele Menschen stehen mit Handy am Ohr oder in Kleingruppen am Straßenrand. "Über der Stadt liegt eine gewisse Stille", sagt unser Reporter vor Ort.

Update 15.58 Uhr: Soeben wurde eine Pressekonferenz in Haltern angekündigt. Um 17 Uhr ist einer unserer Reporter ebenfalls vor Ort.

Update 15.53 Uhr: Im Internet schreibt das Joseph-König-Gymnasium, dass bis zu diesem Dienstag ein einwöchiger Gegenbesuch beim Institut Giola in Llinars del Vallès in der Nähe von Barcelona geplant gewesen sei. Im Dezember hatte es einen Besuch von zwölf Austauschschülern aus Spanien an der Schule gegeben.

Update 15.24 Uhr: Schreckliche Nachricht aus Haltern: Das Gymnasium hat aus Spanien die Meldung bekommen, dass die Schüler und ihre beiden Lehrerinnen in das Flugzeug gestiegen sind.

Video vom Joseph-König-Gymnasium

Haltern trauert um 16 Schüler und zwei Lehrerinnen

HALTERN An Bord der Unglücksmaschine, die am Dienstag über Frankreich abgestürzt ist, sind wohl auch Schüler des Joseph-König-Gymnasiums gewesen. 16 Jugendliche und zwei Lehrerinnen waren für eine Woche auf einem Schüleraustausch in der Nähe von Barcelona und sollten am Dienstag zurückkehren.mehr...

Update 15.20 Uhr: Germanwings-Chef Thomas Winkelmann hat auf Nachfrage die Anzahl der deutschen Insassen genannt: Demnach waren in der abgestürzten Germanwings-Maschine 67 deutsche Staatsbürger. Die Zahl könne sich aber noch ändern.

Update 15.17 Uhr: Die Besatzung Airbus hat vor dem Absturz keinen Notruf abgesetzt. Das berichtet die französische Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf die für zivile Luftfahrt zuständige Stelle DGAC. Die Mannschaft habe keinen "Mayday"-Ruf abgesetzt. Deswegen habe die Flugsicherung beschlossen, einen Notfall für das Flugzeug auszurufen. Es habe keinen Kontakt mehr zwischen Crew und Bodenkontrolle gegeben. In ersten Berichten war von einem Notruf die Rede gewesen. 

Unterdessen hat die französische Gendarmerie das Absturzgebiet der Germanwings-Maschine zwischen Digne und Barcelonnette für den Beginn der Untersuchungen abgeriegelt. Die Absturzstelle liegt auf etwa 1500 Metern Höhe, einige Kilometer von Le Vernet im Blanche-Tal entfernt, wie die Nachrichtenagentur AFP berichtete. Die Gendarmerie habe bestätigt, dass alle Insassen des abgestürzten Airbus tot seien. 

Update 15.14 Uhr: Thomas Winkelmann hat soeben auf einer Pressekonferenz ein umfassendes Statement abgegeben. Neue Informationen waren vor allem: 

  • unter den Passagieren waren zwei Babys.
  • das Flugzeug hatte am Dienstag bereits einen planmäßig Linienflug hinter sich.
  • das Flugzeug hat die planmäßige Reiseflughöhe erreicht, aber nur eine Minute lang gehalten. Danach begann der achtminütige Sinkflug, bevor das Flugzeug auf einer Höhe von etwas mehr als 2000 Metern um 10.53 Uhr vom Radar verschwand.
  • der letzte Routinecheck hat am Montag in Düsseldorf durch die Lufthansa Technik stattgefunden.
  • der letzte große Check fand planmäßig im Sommer 2013 statt.
  • Der Kapitän des Flugzeugs ist seit über zehn Jahren für Lufthansa und Germanwings im Einsatz.
  • Ein Team der Lufthansa, Germanwings, Airbus und der Lufthansa Technik ist derzeit unterwegs nach Frankreich, um zur Untersuchung des Unfalls das bestmögliche beizutragen.

Update 15.01 Uhr: Das Statement von Kanzlerin Merkel im Video:

Kanzlerin #Merkel zu Absturz #4U9525: Wir sind in tiefer Trauer, denken an Opfer, ihre Angehörigen, ihre Freunde. https://t.co/bCDsjRn2qE

Update 14.55 Uhr: Inzwischen hat Germanwings den ersten Flug abgesagt. Die Gründe sind unklar. Es handelt sich um den Flug 4U9764 von Düsseldorf nach Zürich. Vor dem Schalter der Airline hat sich jetzt eine lange Schlange gebildet.

Update 14.51 Uhr: Über dem Unglücksort in Frankreich kreisen derzeit Hubschrauber und Flugzeuge auf der Suche nach Trümmerteilen der Germanwings-Maschine.

A French Air Force C-135 is circling over the general area where #4U9525 was lost. pic.twitter.com/ON5w0agzoM

Update 14.47 Uhr: Die Stadt Haltern hat sich gerade zu den Berichten über die Halterner Schulklasse im Unglücksflieger geäußert: "Wir müssen davon ausgehen", sagte ein Stadtsprecher nach einem Gespräch mit der Polizei. Eine Bestätigung fehle aber noch.

Update 14.41 Uhr: Die Ursache für den Absturz der Germanwings-Maschine in Südfrankreich wird nach Ansicht eines Branchenexperten erst in einigen Wochen endgültig geklärt sein. "Ich denke, dass es einen Monat dauert, bis wir Genaueres über die Unfallursache wissen", sagte Luftfahrt-Analyst Thomas Saquer von der Unternehmensberatung Frost & Sullivan am Dienstag. "Vielleicht geht es etwas schneller, wenn man die Blackbox direkt findet." 

Wartungsmängel bei der Maschine der Lufthansa-Tochter hält Saquer für unwahrscheinlich: "Da macht die Lufthansa keinen Unterschied zwischen den Fliegern der Mutter und denen der Tochtergesellschaft."

Update 14.38 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich soeben in Berlin geäußert. Sichtlich bewegt sagte sie: "Heute beschäftigt mich zunächst einmal das Ausmaß des Leides, das diese Katastrophe über so viele Menschen gebracht haben. Wir setzen alles daran, dass die Angehörigen die Hilfe und den Beistand erhalten, den sie benötigen." Eine Diskussion über die Ursache verbiete sich aktuell. Außenminister Steinmeier und Verkehrsminister Dobrindt würden heute zum Absturzort reisen: "Ich werde morgen dorthin fahren, um mir selbst ein Bild zu verschaffen. NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft wird mich begleiten." Dies sei jetzt aber die Stunde, in der wir alle große Trauer empfinden für die Opfer und ihre Angehörigen.

Auch Bundespräsident Joachim Gauck hat tief betroffen auf die Nachricht vom Flugzeug-Absturz reagiert. Während seines Staatsbesuchs in Peru sagte Gauck: "Mit großer Bestürzung habe ich von dem schweren Flugzeugunglück erfahren. Meine Gedanken sind bei den Familienangehörigen und Freunden der vielen Opfer." Gauck betonte nach Angaben des Präsidialamtes, er danke allen, die an verschiedensten Stellen Hilfe leisteten und den Betroffenen zur Seite stünden.

Update 14.28 Uhr: Unser Reporter in Düsseldorf berichtet von einem kurzen Statement des Flughafens. Flughafensprecher Thomas Kötter sagte, man stehe in ständigem Kontakt mit Lufthansa, Germanwings und Auswärtigem Amt. Um 11.10 Uhr habe die Nachricht von einem eventuellen Unglück die Verantwortlichen erreicht. Man habe die Meldungen sofort ernst genommen und einen Krisenstab gebildet. "Außerdem haben wir Notfallseelsorger alarmiert, die derzeit die Angehörigen betreuen." Kötter sagte, es handele sich um einen schwarzen Tag für die Luftfahrt.

Dem schloss sich auch Florian Gränzdörffer, NRW-Sprecher der Lufthansa, an. Germanwings gehört zum Konzern. Er sagte, es seien 144 Passagiere und 6 Besatzungsmitglieder an Bord gewesen: "Es wird gerade mit Hochdruck recherchiert, um weitere Details zu erfahren." Qualität gehe vor Schnelligkeit, deshalb werde man nicht über die Unfallursache spekulieren. Gränzdörffer bat die rund 50 anwesenden Journalisten um Rücksichtnahme auf die Angehörigen. Derzeit werden am Flughafen  20 Angehörige von rund 15 Seelsorgern betreut.

Update 14:14 Uhr: Unter den Passagieren haben sich offenbar 16 Schüler und zwei Lehrer des Joseph-König-Gymnasiums in Haltern befunden. Sie waren auf einem Schüleraustausch in Llinars Del Vallès in der Nähe von Barcelona und sollten heute zurück kommen. Die Schule hat einen Krisenstab eingerichtet und ist geschlossen, auf dem Schulhof befinden sich jedoch noch viele Menschen. Notfallseelsorger sind im Einsatz.

Update 14.09 Uhr: An den Sicherheitsschleusen des Flughafens in Düsseldorf wird nun offenbar härter kontrolliert als das normalerweise der Fall ist. Ein Reisender, der gleich in einen Germanwings-Flieger nach Genf steigt, sagte unserer Redaktion, im Vergleich zur Vorwoche seien die Kontrolle deutlich strenger gewesen. Deutsche Behörden haben bisher allerdings keine Hinweise auf einen möglichen terroristischen Anschlag als Ursache für den Absturz des Germanwings-Flugzeugs in Südfrankreich. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Dienstag aus Sicherheitskreisen.

Update 14.03 Uhr: Der Absturz in Südfrankreich war der erste Totalverlust einer Maschine der Germanwings. Flugzeuge der Lufthansa-Tochter waren in den vergangenen Jahren allenfalls von kleineren Zwischenfällen betroffen. Zum Beispiel im Mai 2014, als der Pilot den Start vom Flughafen Cagliari wegen eines ungewöhnlichen Geruchs abbricht. Der Airbus der Lufthansa-Tochter kehrte damals  vorsorglich zum Gate zurück. Die 143 Passagiere verließen die Maschinen und flogen mit einem Ersatzflugzeug zum Airport Köln/Bonn.

Update 13.58 Uhr: NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) hat sich schockiert über den Absturz der Gemanwings-Maschine auf dem Weg nach Düsseldorf geäußert. "In Gedanken sind wir bei den angehörigen Freunden und Familien der Opfer", sagte sie am Dienstag. NRW-Innenminister Ralf Jäger und NRW-Verkehrsminister Michael Groschek (beide SPD) seien auf dem Weg zum Düsseldorfer Flughafen. Für Nordrhein-Westfalen als Zielort vieler Flüge sei dies "eine besonders schwierige Situation".

Update 13.56 Uhr: Germanwings hat soeben eine neue Hotline für Angehörige von Passagieren eingerichtet. Sie ist unter der Nummer 0800 1133 5577 zu erreichen, wie ein Airline-Sprecher am Dienstag mitteilte. Zuvor hatte die Fluggesellschaft eine andere Rufnummer angegeben.

Update 13.29 Uhr: Unter den Opfern sind nach Angaben de Madrider Regierung auch viele Spanier. Auf der Passagierliste des Flugzeugs stünden 45 Reisende mit spanischen Nachnamen, teilte die spanische Vizeregierungschefin Soraya Sáenz de Santamaría mit. Die staatliche spanische Flughafengesellschaft Aena bestätigte, dass unter den Passagieren der Unglücksmaschine mehrere Spanier gewesen seien. Die Behörde nannte aber keine Zahl.

Update 13.27 Uhr: In einem Statement von Germanwings bestätigt ein Sprecher der Fluggesellschaft die Zahl von 144 Passagieren und sechs Besatzungsmitgliedern. "Nach jetzigem Stand können wir nicht sagen, ob und wie viele Überlebende es gab. Über den genauen Unfallhergang lassen sich noch keine Angaben machen. Das Geschehen tut uns unendlich leid."

UPDATE: Wir müssen leider bestätigen, dass Flug 4U9525 auf dem Flug von BCN nach DUS über den französischen Alpen verunglückt ist ...

Update 13.25 Uhr: Die Nachricht vom Absturz des Germanwings-Flugs über Frankreich hat bei Angehörigen am Flughafen Düsseldorf Trauer und Entsetzen ausgelöst. An der VIP-Lounge, die der Flughafen für Angehörige und Seelsorger zur Verfügung gestellt hatte, kamen Angehörige mit völlig verweinten Augen an. Viele Mitarbeiter am Flughafen hatten aus den Medien von dem Unglück erfahren. "Genau die Strecke bin ich auch schonmal geflogen. Man denkt ja nicht, dass so etwas passiert", sagte eine Frau. 

Update 13.23 Uhr: Nach Angaben unseres Reporters vor Ort herrscht am Flughafen Düsseldorf normaler Betrieb. Es seien nur vereinzelte Passagiere in der Abflughalle, am Germanwings-Schalter in Flugsteig A sei es relativ leer. Bundespolizisten bitten Journalisten und Privatleute im Abflugbereich nicht zu fotografieren. Die Polizei ist präsenter als an anderen Tagen. Vor dem Flughafen stehen inzwischen Übertragungswagen aller deutschen Fernsehsender, Reporter machen erste Aufsprecher. Die Pressekonferenz beginnt in fünf Minuten

Update 13.13 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel hat alle anderen Termine des Tages abgesagt. Der französische Staatspräsident Hollande hat bereits mit ihr telefoniert. Hollande habe Merkel seine Unterstützung versprochen. SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann kommentierte das Unglück so: "Das ist ein ganz schlimmer Tag für Deutschland."

Update 13.11 Uhr: Der Flugzeughersteller Airbus will nso schnell wie möglich die Situation analysieren. "Wir sind informiert worden und tun alles, um die Situation zu analysieren", sagte eine Airbus-Sprecherin in Hamburg. "Sobald wir mehr Informationen haben, machen wir das bekannt." Der Airbus A320 ist das erfolgreichste Airbus-Modell. Von dem Mittelstrecken-Jet sind weltweit fast 3700 Maschinen im Einsatz. 

Update 13.08 Uhr: Es gibt bisher keinen Hinweis auf die Ursache der Katastrophe. Das sagte der französische Premierminister Manuel Valls in einer Mitteilung.

An der Klärung der Ursache wollen sich auch deutsche Experten beteiligen. Wie das Bundesverkehrsministerium am Dienstag mitteilte, sind Fachleute der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung bereits auf dem Weg zur Unglücksstelle. Auch Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) plant, sich an Ort und Stelle ein Bild von der Lage zu machen. Er steht mit seinem französischen Amtskollegen in engem Kontakt, wie ein Ministeriumssprecher in Berlin sagte. 

Update 13.04 Uhr: "Es gibt keinen Überlebenden“, zitiert die Zeitung "Le Figaro" den Verkehrsstaatssekretär Alain Vidalies. Es habe gegen 10.47 Uhr ein Notsignal gegeben. Das Signal habe gezeigt, dass das Flugzeug auf 5000 Fuß war, in einer unnormalen Situation. Kurz darauf sei der Absturz passiert.

Die Absturzstelle des Airbus A320 befindet sich in schwer zugänglichem Gebiet. Präsident François Hollande sagte in einer im Fernsehen übertragenen Erklärung, die Absturzstelle sei nur schwer zugänglich. Berichten zufolge handelt es sich um das Bergmassiv Les Trois Evêchés im Südosten Frankreichs. Die Stelle könne vermutlich nur mit Hubschraubern und zu Fuß erreicht werden, sagte ein Bergführer dem Sender BFMTV. 

Update 12.59 Uhr: Auch der Flughafen Düsseldorf hat nach dem Absturz nun eine Hotline für Angehörige eingerichtet. Die Nummer lautet 0800/7766350.

Update 12.54 Uhr: Die Deutsche Lufthansa hat sich über den Kurznachrichtendienst Twitter zum Absturz der Germanwings-Maschine in Frankreich geäußert. "Wir wissen noch nicht genau, was mit Flug 4U 9525 geschehen ist. Mein tiefes Mitgefühl gilt allen Angehörigen und Freunden unserer Passagiere und Crews von 4U 9525. Wenn sich die Befürchtungen bestätigen sollten, ist dies ein schwarzer Tag für Lufthansa. Wir hoffen, Überlebende finden zu können", schrieb Vorstandschef Carsten Spohr.

Update 12.50 Uhr: Am Flughafen in Düsseldorf werden die Angehörigen der Passagiere betreut. Auf der Anzeigetafel in Düsseldorf steht hinter der planmäßigen Ankunftszeit nichts mehr:

"@Gonne_Garling: Die Anzeigetafel am Flughafen Düsseldorf. Foto: Uwe Wojtuschak #4U9525pic.twitter.com/6zdmdY5Awh" Pelos de punta

Update 12.44 Uhr: "Wir kennen die Berichte über den Absturz, können aber noch nichts bestätigen", sagte ein Airbus-Sprecher. Der Flugzeugbauer versuche derzeit Klarheit über die Geschehnisse zu bekommen.

Absturzort sei im Département Alpes-de-Haute-Provence, berichtete AFP. Gendarmerie-Hubschrauber hätten Trümmerteile entdeckt. Mehrere Medien berichteten, die Maschine sei im Bergmassiv Trois Evêches abgestürzt. Die Gegend befindet sich rund 100 Kilometer nordwestlich von Nizza.

Update 12.41 Uhr: Die Bundesregierung hat einen Krisenstab eingerichtet. Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) sagte, das Auswärtige Amt stehe "in engstem Kontakt" zu den französischen Behörden. Zu möglichen deutschen Todesopfern machte er zunächst keine Angaben. Steinmeier sagte: "In diesen schweren Stunden sind unsere Gedanken bei all denjenigen, die darum fürchten müssen, dass ihre Angehörigen unter den Passagieren oder Besatzungsmitgliedern sind."

Unter der Rufnummer 030/50003000 richtete das AA auch eine Krisen-Telefonnummer ein. 

Update 12.34 Uhr: Auf der Website von Flightradar kann man den Germanwings-Flug nachverfolgen. Darin ist ersichtlich, wie das Flugzeug zunächst auf über 38.000 Fuß (etwa 11.500 Meter) steigt und um 10.30 Uhr (MEZ) plötzlich an Reiseflughöhe verliert. Bis 10.41 Uhr (MEZ) sinkt das Flugzeug auf nur noch 2000 Meter Flughöhe ab und verschwindet dann wie von der Flugsicherung berichtet vom Radar. HIER kann man den Radarfilm verfolgen.

Update 12.16 Uhr: Der französische Präsident Francois Hollande hat sich zu dem Absturz geäußert, laut des Online-Portals der französischen Zeitung "Le Figaro" sagte Hollande, dass die Bedingungen des Unfalls darauf hinweisen, dass es keine Überlebenden gebe. "Wir wissen noch nichts über die Identität der Opfer", so Hollande, es sei aber "wahrscheinlich, dass es viele deutsche Opfer gebe."

Zuvor hatte Frankreichs Ministerpräsident Manuel Valls erklärt, bei dem Absturz könnten bis zu 150 Menschen gestorben sein. Innenminister Bernard Cazeneuve sei zum Unglücksort geeilt.

Geschwindigkeit und Höhe von Flug #4U9525 deuten wohl auf Sinkflug hin... 10 Minuten lang Höhe verloren: pic.twitter.com/K9dI00EnJK

Hauptartikel:

In Frankreich ist ein Airbus A320 der deutschen Fluggesellschaft Gemanwings abgestürzt. Die Maschine sei auf dem Weg von Barcelona nach Düsseldorf gewesen, teilte die Deutsche Flugsicherung mit. 142 Passagiere waren demnach an Bord. Nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP waren außerdem sechs Besatzungsmitglieder in der Maschine. Zur Absturzursache hätten die französischen Kollegen zunächst nichts mitgeteilt, sagte der Sprecher der Flugsicherung. Die französische Zeitung «Le Figaro» berichtete, die Maschine sei gegen 11.20 Uhr vom Radar verschwunden.

Sechs Besatzungsmitglieder an Bord

Nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP waren außerdem sechs Besatzungsmitglieder an Bord. Absturzort sei in der Nähe Barcelonnette im Département Alpes-de-Haute-Provence, berichtete AFP. Es seien Trümmerteile gefunden worden.

Die abgestürzte Airbus-Maschine war mehr als 24 Jahre alt. Nach Informationen der Website Airfleets.net wurde die Maschine vom Typ A320 am 6. Februar 1991 an die Lufthansa ausgeliefert. Zwischenzeitlich war der Jet mit 147 Sitzplätzen und der Kennung D-AIPX unter dem Städtenamen „Mannheim“ unterwegs. Ihren Jungfernflug hatte sie am 29. November 1990.

Germanwings ist eine Tochtergesellschaft der Deutschen Lufthansa AG. Gemeinsam mit der Flotte der Lufthansa-Tochter Eurowings soll sie künftig Direktverkehre in ganz Europa anbieten. 

"Keine gesicherten eigenen Informationen"

Germanwings äußerte sich bei Facebook zu dem Absturz: "Die aktuellen Medienberichte sind uns seit kurzem bekannt. Noch liegen uns dazu keine gesicherten eigenen Informationen vor. Sobald bestätigte Einzelheiten verfügbar sind, informieren wir die Medien unverzüglich." Anschließend verweist das Flug-Unternehmen auf die eigene Website, die derzeit allerdings aufgrund der vielen Zugriffe nicht erreichbar ist.

Ersten noch nicht bestätigten Angaben zufolge handelt es sich bei dem Flieger um die Germanwings-Maschine 4U9525.

UPDATE CRASH Germanwings #4U9525 Crash of an A320 disappeared at 09:39 UTC from radar http://t.co/GRUjOCXkr9pic.twitter.com/HWrvDD24ac

Flightradar hat die letzten Signale des Flugzeugs hier empfangen: 

Last position of Germanwings flight #4U9525 at 09:40 UTC http://t.co/FHoX6q0GHtpic.twitter.com/72pxGKolRM

MIt Material der dpa

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Erstes Bild der Absturzstelle.

Wrackteile und Trümmer liegen an einem Berghang nach dem Absturz der Maschine vom Typ Airbus A320 der Fluggesellschaft Germanwings bei Seyne-les-Alpes in der Provence.

Die Anzeigetafel zeigt am Düsseldorfer Flughafen annullierte Germanwings-Flüge an.

Suchtrupps durchkämmen den Absturzort.

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