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Prozess-Auftakt

Lkw-Fahrer bot Stiefsohn zum Sex an

BOCHUM/HERNE Die Anzeige stand im Internet: Ein Lkw-Fahrer aus Herne hat seinen Stiefsohn mehrfach zum Sex mit anderen Männern angeboten. Seit Dienstag beschäftigt der unfassbare Fall das Bochumer Landgericht.

Der Angeklagte ist 52 Jahre alt. Als er die Mutter des Jungen 2001 kennen lernte und später heiratete, hatte er gleich auch einen Blick auf ihren achtjährigen Sohn geworfen. „Der Junge hat von Anfang an an mir gehangen“, sagte er zum Prozessauftakt vor dem Bochumer Landgericht. „Das habe ich sehr genossen.“ Die ersten sexuellen Übergriffe sollen 2005 passiert sein. Entweder in der Herner Wohnung – wenn die Mutter gerade nicht da war. Oder in der Schlafkabine des Lkw. Der Fernfahrer hatte den Jungen in den Ferien immer wieder mitgenommen.

In der Anklage der Staatsanwaltschaft sind über 200 Missbrauchstaten aufgelistet. Der Junge war anfangs gerade acht. Je älter er wurde, desto massiver wurden die Übergriffe. Für den Sex mit anderen Männern soll der Angeklagte mit dem Jungen sogar bis ins Rheinland gefahren sein. Das Treffen fand laut Anklage im Patientenzimmer einer Psychiatrie(!) statt. Erst 2013 war Schluss. Der inzwischen 16-jährige Junge hatte sich an seinen leiblichen Vater gewandt. Kurz darauf wurde der Angeklagte festgenommen. Im Prozess erwarten ihn nach seinem Geständnis fünf bis sechs Jahre Haft. Das wurde ihm zum Prozessauftakt bereits signalisiert.

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