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Lockere Geldpolitik treibt Dax-Erholung voran

Frankfurt/Main (dpa) Die fortgesetzt lockere Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) hat die Erholung des Dax am Mittwoch weiter vorangetrieben. Zeitweise übersprang der deutsche Leitindex wieder die Marke von 11 500 Punkten. Mit einem Plus von 0,80 Prozent auf 11 419,62 Punkte ging er aus dem Handel.

Lockere Geldpolitik treibt Dax-Erholung voran

Ein Börsenhändler spiegelt sich im Logo des Deutschen Aktienindexes (DAX). Foto: Fredrik von Erichsen

EZB-Präsident Mario Draghi bekräftigte, die im März gestarteten Wertpapierkäufe zur Belebung von Konjunktur und Inflation bis Herbst 2016 in vollem Umfang fortzuführen. Für die wirtschaftliche Entwicklung im Euroraum insgesamt blieb er zudem optimistisch - auch wenn der Jahresbeginn holprig war. Den Leitzins beließ die EZB auf seinem Rekordtief von 0,05 Prozent.

Der MDax der mittelgroßen Werte beendete den Tag mit minus 0,21 Prozent ins Plus auf 20 438,18 Punkte. Der Technologiewerte-Index TecDax legte um 0,78 Prozent auf 1703,71 Punkte zu.

Laut Niall Delventhal vom Devisenhändler DailyFX haben Aktionäre nach der geldpolitischen Lagebeurteilung der EZB wieder Mut geschöpft. «Die Marktteilnehmer wurden von der scheinbar unlösbaren und kräftezehrenden Griechenland-Krise abgelenkt.» Von den insgesamt gemischt ausgefallenen US-Daten gingen nur kurzfristig Impulse aus.

Unter den Einzelwerten im Dax rückten die Aktien von Siemens in den Blick und legten um 1,19 Prozent zu. Der Konzern hatte beim Deutschland-Besuch von Ägyptens Präsident Abdel Fattah al-Sisi den größten Einzelauftrag in der Firmengeschichte besiegelt. Insgesamt sollen drei Gaskraftwerke und bis zu 12 Windparks im Wert von rund acht Milliarden Euro errichtet werden.

Im MDax dagegen zogen Immobilienwerte mit kräftigen Verlusten Aufmerksamkeit auf sich: Die Aktien der Deutschen Annington gaben um 5,19 Prozent nach und waren damit Tagesverlierer. Dahinter folgten die Papiere von Deutsche Wohnen mit minus 3,87 Prozent und von LEG und TAG Immobilien mit jeweils etwas mehr als 2 Prozent Minus. Wegen des billigen Notenbank-Geldes und der Nullzinspolitik waren Immobilienwerte zuletzt stark gefragt.

Die Salzgitter-Aktien gewannen an der Indexspitze 5,78 Prozent auf 34,745 Euro. Die Papiere des Stahlkonzerns profitierten von einer kräftigen Kurszielanhebung von Kepler Cheuvreux um 15 auf 45 Euro. Die Experten der französischen Investmentbank sehen Europas Stahlkonzerne vor einem Wendepunkt zum Positiven.

Europaweit verzeichneten die Börsen ebenfalls Gewinne. Der EuroStoxx 50 legte um 0,62 Prozent auf 3583,82 Punkte zu. Die nationalen Indizes in Paris und London verzeichneten ebenfalls Gewinne. Freundlich zeigten sich zum europäischen Handelsschluss auch die US-Börsen.

Am deutschen Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 0,55 (Vortag: 0,48) Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,30 Prozent auf 138,71 Punkte. Der Bund-Future hingegen ging nach den Aussagen von Notenbank-Chef Draghi auf Talfahrt und büßte 1,24 Prozent auf 151,01 Punkte ein. Der Kurs des Euro stieg bis zum Abend auf 1,1276 US-Dollar. Die EZB hatte den Referenzkurs am frühen Nachmittag auf 1,1134 (Dienstag: 1,1029) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8982 (0,9067) Euro.

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