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Löwen deklassieren Füchse Berlin und erobern Spitze zurück

Mannheim. „Ein regelrechtes Debakel“: So fasste Füchse-Trainer Petkovic die deutliche Pleite bei den Rhein-Neckar Löwen zusammen. Die Mannheimer demonstrieren eindrucksvoll ihre Stärke und erobern die Tabellenspitze zurück.

Löwen deklassieren Füchse Berlin und erobern Spitze zurück

Hendrik Pekeler (r) von den Rhein-Neckar Löwen setzt zum Wurf an - der Berliner Fabian Wiede hat das Nachsehen. Foto: Uwe Anspach

Die ganze Busfahrt wollte Silvio Heinevetter zur Aufarbeitung nutzen. Mehr als sechs Stunden von Mannheim nach Berlin: Aber selbst das würde nach dieser desaströsen Niederlage wohl nicht reichen, meinte der gefrustete Handball-Torhüter der Füchse Berlin.

„Das war eine komplette Offenbarung, in allen Bereichen“, kritisierte der Nationaltorwart nach dem deutlichen 23:37 bei den Rhein-Neckar Löwen. „Wir dürfen uns nicht so abschlachten lassen.“

Denn die Füchse hatten die Reise zum amtierenden deutschen Meister ursprünglich mit großen Zielen angetreten. Heinevetter und seine Teamkollegen waren als Spitzenreiter nach Mannheim gekommen. Sie wollten das auch nach dem Topspiel bleiben. Nach einer Machtdemonstration stehen jetzt aber wieder die Löwen ganz oben. Und die Füchse fühlten sich angesichts dieser Vorführung gedemütigt. „Ein regelrechtes Debakel“, sagte deren Trainer Velimir Petkovic.

Eine Erklärung dafür fand der Coach auch lange nach dem Abpfiff nicht. Mit Petar Nenadic hatte zwar Berlins bester Spieler gesperrt gefehlt. Allein daran lag es aber nicht. Es gab nicht eine Phase in den 60 Minuten, in denen die Füchse den Gastgebern auch nur annähernd gefährlich wurden. Stattdessen nutzten die Mannheimer jeden der häufigen Berliner Fehler gnadenlos aus.

„Das war eine fast perfekte Leistung“, sagte Nationalspieler Hendrik Pekeler. Fast jeder Wurf war ein Treffer, dazu zeigte Torhüter Mikael Appelgren mal wieder eine Weltklasse-Leistung. Kurz vor der Winterpause findet das Team von Trainer Nikolaj Jocobsen nach einer kleinen Schwächephase im November zurück zu alter Stärke. Der Formanstieg kommt gerade rechtzeitig, denn schon am nächsten Donnerstag (20.45 Uhr) ist das nächste Spitzenteam in der SAP Arena der Gegner: die SG Flensburg-Handewitt.

„Aber das wird wohl nicht so deutlich ausgehen“, sagte Kapitän Andy Schmid mit einem Schmunzeln. Aber ein erneuter Erfolg könnte richtungsweisend für die zweite Saisonhälfte sein. Denn danach spielen die Löwen in diesem Jahr nur noch am zweiten Weihnachtstag beim abstiegsgefährdeten TVB Stuttgart, wo ein Sieg zwar nicht planbar, aber wahrscheinlich ist. Die Füchse dagegen bekommen es zum Jahresabschluss noch mit dem HC Erlangen und dem SC Magdeburg zu tun.

Petkovic kündigte aber schon mal eine Reaktion seines Teams an. Die bisher überragende Saison seiner Mannschaft wolle er sich durch die deutliche Niederlage im Topspiel nicht kaputtmachen lassen, sagte er. Tatsächlich steht der Tabellenzweite derzeit immer noch so gut da, wie es nur die wenigsten vor dieser Spielzeit vermutet hätten. „Wir werden zurückkommen“, kündigte Petkovic an.

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