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Züge fahren wieder

Lokführer beenden Streik

Düsseldorf/Essen Der Streik bei der Deutschen Bahn ist beendet. Die Mitglieder der GDL gingen am Samstagabend um 18.00 Uhr wieder an die Arbeit, wie eine Gewerkschaftssprecherin sagte. Damit rollte der Zugverkehr auch in NRW langsam wieder an. Den ganzen Sonntag sei aber noch mit Verspätungen und Zugausfällen zu rechnen.

Lokführer beenden Streik

Der Lokführerstreik ist nach über 60 Stunden beendet.

Beim sechsten Ausstand in der laufenden Tarifrunde hatte die GDL im Personenverkehr 64 Stunden gestreikt, im Güterverkehr 75 Stunden. Die Bahn reagierte mit Ersatzfahrplänen, damit noch ein Teil der Züge fährt. Das Angebot ist auch am Sonntag noch eingeschränkt. Eigentlich wollten die Lokführer noch bis Montagfrüh streiken, entschlossen sich dann aber zum vorzeitigen Ende des Arbeitskampfes. 

Der dritte und letzte Tag des Bahnstreiks ist an den NRW-Bahnhöfen bis zum Nachmittag ruhig verlaufen. „Die Leute haben sich offensichtlich gut vorbereitet“, sagte eine Bahnsprecherin. Aufgrund des bundesweiten Streiks der GDL fielen am Samstag wie an den Vortagen rund zwei Drittel der Züge im Nah- und Fernverkehr aus. 

Vor allem der Fernverkehr werde weiterhin stärker von Ausfällen betroffen sein. Im Nahverkehr werde sich das Zugangebot am Sonntag im Laufe des Tages schrittweise normalisieren. Bundesweit würden dann wieder rund zwei Drittel der Nahverkehrszüge fahren, teilte die Bahn mit.

Bislang gibt es keinen Termin für neue Verhandlungen mit der Lokführergewerkschaft. Der Chef der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL), Claus Weselsky, sagte auf dem Leipziger Hauptbahnhof: „Wir diskutieren jetzt erstmal nicht über Streiks. Wir warten auf Verhandlungen.“ Man erwarte eine Einladung durch die Bahn. Die Gewerkschaft bleibt aber streikbereit. Der Vorsitzende für Berlin, Sachsen und Brandenburg, Frank Nachtigall, machte am Morgen im rbb-Inforadio deutlich, falls die Bahn nicht einlenke, werde es zu weiteren Ausständen kommen. Am Montagmorgen sollen die Züge wieder komplett nach dem Normalfahrplan fahren. „Wenn es einzelne Wackler gibt, bitten wir auch dort um Verständnis“, sagte Stauß. „Es ist auch dort eine komplexe Aufgabe, die ganzen Schicht- und Dienstpläne wieder umzuschreiben.“

HAMBURG Seit Wochen stehen die streikenden Lokführer der GDL in der Kritik. Johannes Montag ist einer von ihnen. Im Interview prangert er die Arbeitsbedingungen bei der Deutschen Bahn an - und wirbt um Verständnis.mehr...

Bahnchef Rüdiger Grube sagte der „Bild am Sonntag“ zu den Folgen des Streiks: „Der Schaden beträgt bislang mehr als 100 Millionen Euro und wird sich auch in dieser Größenordnung in unserer Jahresbilanz niederschlagen.“ Aus Sicht der GDL haben die sechs Streiks insgesamt mehr als 200 Millionen Euro gekostet - mehr als ihre Tarifforderung, deren Volumen die Gewerkschaft aber nicht näher bezifferte. Der Verkehrsökonom Christian Böttger nannte „Focus Online“ die Summe von 35 Millionen Euro pro Jahr.

Vor allem Fernbuslinien und Mitfahrzentralen profitierten in den vergangenen Tagen vom Ausstand der Lokführer. Der Betreiber meinfernbus.de sprach von einem „Rekordwochenende“. Ein Sprecher der Online-Mitfahrzentrale „mitfahrgelegenheit.de“, sagte, an einem normalen Freitag würden 100 000 Plätze gebucht. In der vergangenen Woche seien es mehr als 250 000 gewesen. Der Geschäftsführer des Deutschen Taxi- und Mietwagenverbands, Thomas Grätz, sprach von 40 bis 50 Prozent mehr Geschäft als an normalen Tagen. Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) rief die Gewerkschaften beim Landesparteitag der hessischen SPD in Hofheim am Taunus erneut zu einer Schlichtung auf. Dies hatte die GDL schon abgelehnt.

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