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Bis Montagmorgen

Lokführer streiken wieder - Bahn: "GDL läuft Amok"

Frankfurt/Main/NRW Die Lokführer wollen ab Samstagmorgen zum zweiten Mal innerhalb einer Woche die Arbeit niederlegen - für das gesamte Wochenende. Damit hat die Gewerkschaft GDL aus Sicht der Deutschen Bahn jedes Maß verloren. „Die GDL läuft Amok“, hieß es. Am Sonntag enden in rund der Hälfte aller Bundesländer die Herbstferien, auch in NRW.

Lokführer streiken wieder - Bahn: "GDL läuft Amok"

Schon wieder Streik: Die GDL legt von Samstag bis Montag die Arbeit nieder. Foto: Stefan Sauer

Der Streik wird Auswirkungen bis Anfang nächster Woche haben. Im Güterverkehr soll ab Freitagnachmittag der Verkehr lahm gelegt werden. Im Tarifstreit mit der Bahn will die Lokführergewerkschaft GDL den Zugverkehr in Deutschland am Wochenende komplett lahmlegen. Im Fern-, Regional- sowie S-Bahnverkehr sollen die Züge ab 2 Uhr am frühen Samstagmorgen stehen, wie die GDL am Freitag mitteilte. Im Güterverkehr soll der Ausstand bereits am Freitagnachmittag um 15 Uhr beginnen. Das Ende der Streiks ist für Montagmorgen um 4 Uhr geplant. In sieben Bundesländern beginnen am Wochenende die Herbstferien.

Weselsky: Bereit zu Zugeständnissen GDL-Chef Claus Weselsky forderte die Deutsche Bahn auf, „endlich ihre Blockade auf dem Rücken ihrer Kunden zu beenden und mit der GDL zügig über die vorliegenden Tarifverträge für das Zugpersonal zu verhandeln“. Er fügte hinzu: „Der Arbeitgeber weiß, dass wir bereit sind, bei den inhaltlichen Verhandlungen auch Zugeständnisse zu machen.“ Eine Tarifeinheit sei mit der GDL aber nicht machbar. Die Deutsche Bahn erinnerte daran, dass am Samstag und Sontag in rund der Hälfte der Bundesländer die Schulferien beginnen oder zu Ende gehen. Ohne Not würden Millionen von Menschen die Ferien verdorben. Es werde immer deutlicher, dass es nicht um die Interessen der Lokomotivführer gehe, „sondern um Allmachtsfantasien eines Funktionärs“. Die Bahn bezog sich damit auf den GDL-Vorsitzenden Claus Weselsky. 

Die Gewerkschaft verlangt fünf Prozent mehr Geld und zwei Stunden weniger Wochenarbeitszeit. Vor allem aber will sie für das übrige Zugpersonal verhandeln. Die Bahn will hingegen verhindern, dass die GDL auch die Rechte der Zugbegleiter, Bordgastronomen und Disponenten vertritt.

Die Lokführer hatten ihre Arbeit in dieser Woche bereits am Mittwoch für 14 Stunden niedergelegt und damit den Zugverkehr in Deutschland teilweise lahmgelegt. Unser Liveblog von Mittwoch und Donnerstag zum Nachlesen: 

NRW Bahnkunden müssen am Mittwoch und Donnerstag wieder umsteigen: Die Lokführer der Deutschen Bahn lassen ab Mittwoch, 14 Uhr, erneut Fern- und Regionalzüge stehen. Bereits seit Mittwochmorgen gilt ein Notfahrplan. Wir berichten hier im Liveblog über den Streik und seine Folgen.mehr...

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