Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

Lone Star zahlt nur rund 100 Millionen Euro für die IKB

DÜSSELDORF/BERLIN Die Bundesregierung hat beim Verkauf der krisengeschüttelten Mittelstandsbank IKB weitere 600 Millionen Euro an Risiken abgesichert.

Lone Star zahlt nur rund 100 Millionen Euro für die IKB

Die IKB in Düsseldorf.

Dies teilte eine Sprecherin des Finanzministeriums am Freitag in Berlin mit. Dem Vernehmen nach zahlt der Käufer, der US-amerikanische Finanzinvestor Lone Star, etwas über 100 Millionen Euro für die IKB . Über Details des Vertrages ist grundsätzlich Stillschweigen vereinbart worden.   Der Bund erhoffte sich einen Kaufpreis von 800 Millionen Euro. Die Differenz werde von der staatseigenen KfW Bankengruppe abgedeckt, sagte die Sprecherin. Die KfW ist noch Hauptaktionärin der IKB . Der geplante Verkauf des KfW-Anteils an Lone Star dürfte nach Meinung von Beobachtern großes Thema auf der Hauptversammlung der IKB in der kommenden Woche sein.

Nach seinem jüngsten Monatsbericht  überwies das Finanzministerium im Juli 1,2 Milliarden Euro an die KfW zugunsten der IKB. Damit sind diese Mittel haushaltswirksam. Insgesamt wurden zur Rettung der IKB von KfW, Bund und Banken inzwischen mehr als zehn Milliarden Euro aufgebracht. Die Bundesregierung verteidigte erneut die Rettungsaktion. Der stellvertretende Regierungssprecher Thomas Steg erinnerte daran, sowohl Bundesregierung als auch die Finanzaufsicht BaFin und die Bundesbank hätten im Fall einer Insolvenz vor unabsehbaren Folgen für den Finanzplatz Deutschland gewarnt.

Es wäre die erste Bankenpleite in diesem Ausmaß gewesen. „Das wollten wir nicht“, sagte Steg. Anteilseigner der damaligen IKB seien wichtige Mittelständler gewesen. Bei diesen sei es um Arbeitsplätze gegangen. Zur Hauptversammlung der IKB am kommenden Donnerstag in Düsseldorf werden fast 2000 Aktionäre erwartet. Anlass der Hauptversammlung ist das Ende März abgelaufene Geschäftsjahr 2007/2008. Unter dem Strich hatte die Bank einen Verlust von 24 Millionen Euro erwirtschaftet, der durch steuerliche Effekte deutlich niedriger ausgefallen war als erwartet. Ohne Risikoabschirmung hätte die Bank jedoch einen Verlust in Milliardenhöhe verbucht

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Wirtschaft

DAX: Schlusskurse im Späthandel am 18.10.2017 um 20:31 Uhr

Frankfurt/Main (dpa) An der Frankfurter Wertpapierbörse wurden im Späthandel am 18.10.2017 um 20:31 Uhr folgende Schlusskurse für die 30 Werte des Deutschen Aktienindex DAX festgestellt.mehr...

Wirtschaft

Hochtief im Rennen um Mautstraßen-Betreiber Abertis

Essen (dpa) Finanzieller Kraftakt für Hochtief: Mit einer 17-Milliarden-Offerte geht das Essener Unternehmen ins Rennen um den spanischen Mautstraßenbetreiber Abertis. Konzernchef Fernandez Verdes sieht bei einem Zusammenschluss nur Vorteile für beide Unternehmen.mehr...

Wirtschaft

Aufbau von Air-Berlin-Transfergesellschaft zieht sich hin

Berlin (dpa) Noch sind die Millionen nicht zusammen, die Tausenden Air-Berlin-Mitarbeitern etwas Luft verschaffen könnten bei der Jobsuche. Die Sorge hat der Vorstandschef persönlich nicht - das bringt ihm Kritik ein.mehr...

Wirtschaft

Neue Fristen für rückwirkende Kindergeldanträge ab 2018

Berlin (dpa/tmn) Kindergeld kann bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres gezahlt werden. Doch nicht immer wissen Eltern das. Ab dem kommenden Jahr sollten sie sich über die Voraussetzungen schnell informieren. Denn für rückwirkende Anträge bleibt dann weniger Zeit.mehr...

Wirtschaft

Soros überträgt 18 Milliarden Dollar an seine Stiftung

New York (dpa) Der US-Milliardär George Soros spendet regelmäßig immense Summen für wohltätige Zwecke. Nun soll der Hedgefonds-Guru den Riesenbetrag von 18 Milliarden Dollar gestiftet haben. Was verbirgt sich dahinter?mehr...

Wirtschaft

GfK: Franzosen und Briten mit mieser Konsumlaune

Nürnberg (dpa) Der "Macron-Effekt" in Frankreich scheint verpufft, die Konsumlaune ist nach einem kurzen Hoch stark rückläufig. In Großbritannien drückt der ungewisse Ausgang der Brexit-Verhandlungen auf die Stimmung. Und in Deutschland zeigt das Konsumbarometer unerwartete Ausschläge an.mehr...