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15-jähriger Rollerfahrer flüchtet mit 80 Stundenkilometern vor der Polizei

LÜNEN/DORTMUND Ein 15-jähriger Lüner raste mit 80 Sachen auf seinem Roller durch die Stadt, lieferte sich am Donnerstag mit der Polizei eine halsbrecherische Verfolgungsjagd. Angefangen in Dortmund-Derne endete die Flucht des Jugendlichen auf einem so genannten Stichweg entlang der A 2.

08.08.2008
15-jähriger Rollerfahrer flüchtet mit 80 Stundenkilometern vor der Polizei

Den Führerschein konnte ein 33-jähriger betrunkener Autofahrer am Sonntagmorgen gleich abgeben.

Donnerstagnachmittag um kurz vor halb sechs, Dortmund-Derne, "Auf dem Brink". Weil er seinen Roller getunt hatte,  und diesen auf eine Geschwindigkeit von gut 80 Kilometern pro Stunde bringen konnte, bekam ein 15-Jähriger aus Lünen vor einer anstehenden Polizeikontrolle Angst. 

In Panik ignorierte er die Aufforderungen der Polizei anzuhalten und flüchtete. Die Beamten nahmen die Verfolgung auf. Aufgefallen war ihnen der Roller, weil er ohne Versicherungskennzeichen unterwegs war. 

Mit 80 durch die 30er-Zone

Auf seiner Flucht kannte der Jugendliche keine Skrupel. Sein Roller, der zum Teil ein Tempo  von 70 bis 80 km/h drauf hatte, raste auch, um die Ordnungshüter abzuschütteln, durch 30er-Zonen, fuhr über Geh- und Fußgängerwege.

Den Beamten gelang es dennoch, immer wieder an den Roller heranzukommen. Auf der Straße "Auf der Wenge" gelang es den Verfolgern in Grün schließlich, ihn zu überholen.

Blitzschnell gewendet und entkommen Als die Beamten jedoch versuchten, den Roller auszubremsen, wurde dieser blitzschnell gewendet. Über weitere Straßen ging es dann bis zu einer Grünfläche an der Straße "Woldemey". Dahin konnte der Streifenwagen nicht folgen. Dennoch: Auf einem so genannten Stichweg entlang der A 2 endete die Fahrt des Rollers. Der 15-Jährige war hier in einer Schlammpfütze gestürzt und hatte sich dabei leicht verletzt. Die Beamten nahmen ihn fest.

Tunen hat seinen Preis Der Reiz der Geschwindigkeit, denen einige Jugendliche immer wieder verfallen und deshalb an ihren Zweirädern schrauben, um diese schneller zu machen, zieht regelmäßig folgende Konsequenzen nach sich:

  • kostenpflichtige Sicherstellung des Zweirades mit anschließender Begutachtung durch einen Sachverständigen
  • es liegt hier dann auch ein Fahren ohne Fahrerlaubnis vor
  • es wird eine Straftat nach dem Pflichtversicherungsgesetz begangen In diesem hier geschilderten konkreten Fall kommt auf den Lüner noch dazu je eine Anzeige wegen Gefährdung des Straßenverkehrs und Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung und die Straßenverkehrszulassungsordnung.
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