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24 Tonnen Dönerfleisch ohne Kühlung auf der Autobahn transportiert

Lüner kontrolliert

Ein Lüner Lkw-Fahrer fiel bei einer Kontrolle auf. Er transportierte 24 Tonnen Dönerfleisch offenbar ohne Kühlung. Trotzdem könnte die Ware zum Verzehr freigegeben werden.

Lünen

, 28.08.2018
24 Tonnen Dönerfleisch ohne Kühlung auf der Autobahn transportiert

Blick in den LKW mit dem Dönerfleisch. Das Fahrzeug wurde verplombt, der Kreis Unna übernimmt die weiteren Untersuchungen. © Polizei

Eigentlich wollten Polizeibeamte am Sonntag (26. August) auf der Autobahn 44 nur kontrollieren, ob das Sonntagsfahrverbot eingehalten wird. Doch dann bekamen sie es „mit mehreren fragwürdigen Dingen“ zu tun, wie es in der Pressemitteilung der Dortmunder Polizei vom Dienstag heißt.

Minus 19 waren eingestellt

Der 59-jährige Lüner, dessen Lastzug gegen 10.40 Uhr in Höhe Anröchte in Fahrtrichtung Dortmund gestoppt wurde, hatte 24 Tonnen Dönerfleisch geladen. Doch er transportierte die sensible Ware offensichtlich ohne Kühlung.

24 Tonnen Dönerfleisch ohne Kühlung auf der Autobahn transportiert

Die Polizei dokumentierte die gemessene Temperatur: 5,9 Grad, also Plus- statt Minustemperaturen. © Polizei

„Die Polizisten hörten zunächst deutliche Betriebsgeräusche des Kühlaggregats. Dass dieses augenscheinlich nicht funktionierte, offenbarte eine Temperaturmessung vor Ort: Obwohl am Gerät minus 19 Grad Celsius eingestellt war, betrug die Ladungstemperatur knapp sechs Grad Celsius“, teilt die Polizei mit. Auf Nachfrage habe der Fahrer erklärt, dass ihm der Defekt bekannt sei und sein Chef die Ware später wieder einfrieren würde.

Veterinärdienst verplombte Lkw

Die Polizei zog den Veterinärdienst des Kreises Soest hinzu, dessen Mitarbeiter den Lkw verplomben ließ. „Zur genauen Prüfung und Entsorgung der Ware wurde der Fall an den Kreis Unna übergeben“, so die Polizei weiter.

Der Kreis Unna hat Dienstagnachmittag Stellung genommen. Danach wurde das verplombte Fahrzeug nach Lünen gebracht, weil die Firma, für die der 59-Jährige fuhr, hier ihren Sitz hat. Bei der Temperaturmessung noch am Sonntag wurde laut Kreis eine Kerntemperatur des Fleisches von Minus 3,1 bis Minus 7,1 Grad festgestellt. Die Kerntemperatur sei der entscheidende Wert, so der Kreis, die Umgebungstemperatur könne durchaus höher sein.

Mikrobiologische Untersuchung

Der Kreis als Behörde für die Lebensmittelaufsicht hat am Montag eine mikrobiologische Beprobung aller 24 Paletten der Ladung in Auftrag gegeben. Das Ergebnis liege noch nicht vor. „Sollten die mikrobiologischen Richtwerte eingehalten werden, soll das Fleisch für den Verzehr freigegeben werden – allerdings mit verkürztem Zeitfenster“, teilte die Kreis-Pressestelle mit.

Gegen den Fahrer läuft ein Ordnungswidrigkeitenverfahren der Behörde. Grund ist, dass er mit unzureichender Kühlung unterwegs war. Das ist nicht das einzige Problem des Lkw-Fahrers. Die Polizei stellte nämlich auch fest, dass er mit knapp 13 Stunden die zulässige Lenkzeit deutlich überschritten hatte. Die Beamten schrieben eine Anzeige.

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