Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

50 Jahre Hilpert-Theater: Ein halbes Jahrhundert voller Schauspielgrößen

LÜNEN Was haben das Lüner Heinz-Hilpert-Theater und der Suez-Kanal gemeinsam? Beide wurden mit Verdis Oper „Aida“ eröffnet. Der Kanal 1869, das Lüner Theater am 11. Oktober 1958. Seit 50 Jahren stehen auf der Bühne namhafte Schauspieler, berühmte Ensembles, aber auch Theater-Nachwuchs.

von Von Beate Rottgardt

, 06.08.2008
50 Jahre Hilpert-Theater: Ein halbes Jahrhundert voller Schauspielgrößen

Werner Althoff mit einem kleinen Teil seiner großen Sammlung von Programmheften mit Autogrammen bekannter Schauspieler.

Bevor der damalige Oberbürgermeister Heinrich Czerwinski das Haus eröffnete und die Städtischen Bühnen Essen die Verdi-Oper spielten, gab es heftige Diskussionen, ob Lünen denn überhaupt ein Theater brauche. „Im Rat gab es nicht nur Befürworter, sondern auch Kräfte, die meinten, dass man nach dem Krieg etwas anderes eher benötigen würde“, erinnert sich Werner Althoff, bis zum Frühjahr 2008 Leiter des Kulturbüros.

Doch dann setzte sich doch die Pro-Theater-Fraktion durch. Und der namhafte Architekt Gerhard Graubner bekam den Auftrag, eines der ersten großen Gastspielhäuser der Nachkriegszeit in Deutschland zu bauen. „Man merkt noch heute, wie stimmig das Haus von der Architektur her ist, die ganzen Details machen es zu einem tollen Theater“, ist Althoff immer noch begeistert.

George, Schock und Schell

Stars wie Willi Birgel, O.W. Fischer, Maria Schell, Theaterprinzipalin Ida Ehre, Götz George oder Rudolf Schock standen in Lünen auf der Bühne. Althoff: „Günter Lamprecht war Stammgast, als er in Oberhausen am Theater engagiert war.“

„Wir haben immer wieder mal versucht, die Foyers einzubinden. Aber festgestellt, dass das obere Foyer für Kammerkonzerte nicht geeignet ist – wegen des Lärms der Kurt-Schumacher-Straße.“ Im unteren Foyer schlug dafür in den 70er Jahren die Geburtsstunde von „Jazz Light“.

Die „Creme de la Creme“ des Jazz

„Nachdem einige Jahre das American Folk-Blues-Festival dank Blues-Papst Günter Boas in Lünen vor ausverkauftem Haus gastierte, entwickelte sich Jazz-Light.“ Und auch da war die „Creme de la Creme“ zu Gast, wie Dexter Gordon oder John Lee Hooker. Aber auch berühmte Jazzdance-Ensembles gastierten.

1991 kam der Hansesaal hinzu, um weitere Möglichkeiten für Kabarett, Kleinkunst und Musik zu bieten. Und dank des benachbarten Hotels können Akteure, die in Lünen übernachten, sogar bei Regen trockenen Fußes von ihrem Zimmer auf die Bühne gehen.

Lesen Sie jetzt