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AWO-Großküche: Folterraum für Fastende

BRAMBAUER Nirgends kann man im AWO-Seniorenzentrum das Kalorienzählen leichter vergessen und sich mehr auf das Essen freuen als hier, wo einen die Wucht der Düfte verwirrt: In der neuen, eine halbe Million Euro teuren Großküche.

von Von Karl-Heinz Knepper

, 04.08.2008
AWO-Großküche: Folterraum für Fastende

Nehmen die neue 500.000 Euro-Küche in beschlag: Hauswirtschafterin Rita Knapstein, (r.) Koch Andreas Ahuis und Petra Degener, Anja Kind, Heike Klotz, Ewa Slotor und Heidi Schriegel.

„Hier werden pro Tag 350 Portionen zubereitet, und zwar für dieses Zentrum, dann bald für das neue Pflegeheim an der Waltroper Straße, für ein AWO-Zentrum in Waltrop und schließlich für den Mittagstisch der evangelischen Kirchengemeinde“, sagt Heimleiter Ludger Moor.

Ein viertel Jahr mussten die Bewohner des AWO-Zentrums extern bekocht und beliefert werden. Moor: „Während unseres Umbaus an der Hermann-Schmälzger-Straße wurde das Essen im AWO-Seniorenzentrum in Recklinghausen gekocht, allerdings von unserem Hauskoch.“ Wer die Großküche betreten will, muss sich einer modisch radikalen, weil hygienisch notwendigen Maskerade unterziehen. „Hier“ sagt Heimleiter Moor und reicht dem Reporter Schutzhüllen für die Schuhe und einen Schutzkittel für den Körper, „das müssen Sie anziehen. Der Hygiene wegen.“

Zum Abschluss der Schwärmerei über Großküche und Blitzeblank-Geräte fragen wir den Heimleiter Ludger Moor, ob er sich mittags auch die Errungenschaften der hauseigenen Küche gönnt. Moors Gesicht leistet sich einen lächelnden Aufstand gegen die Verlegenheit: „Wenn ich meine eigene Mitte betrachte, sage ich mir, eine warme Mahlzeit am Tag tut´s auch. Und die gibt es abends zuhause."

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