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Alle Generationen sollen miteinander ins Gespräch kommen

Projekt des DRK

Ein offener Treffpunkt für alle Bürger - vom Baby bis zum Senior. Das bietet das DRK-Mehrgenerationenhaus. Worum es genau geht, erklärt Koordinatorin Meike Terbeck.

Lünen

, 22.09.2018
Alle Generationen sollen miteinander ins Gespräch kommen

Freuen sich über die vielen Aktivitäten im Mehrgenerationenhaus: Koordinatorin Meike Terbeck (v.r.), Küchen-Mitarbeiterin Anke Opländer, Langzeitpraktikant Steffen Kleincz, Isabella Galle (ehrenamtliche Mitarbeiterin) und DRK-Vorstand Matthias Stiller im Café Henri. © Beate Rottgardt

In einem Nebenraum des Café Henry im Haus des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) trifft sich eine muntere Seniorengruppe zum Frühstück. Kennen gelernt haben sich die älteren Herrschaften bei einer gemeinsamen Reise. Und dann beschlossen, sich regelmäßig zum Austausch zu treffen.

Solche Treffen sind genau das, was Meike Terbeck, Koordinatorin des Mehrgenerationenhauses des DRK, sich wünscht. Denn Ziel des Projekts, das vom Bundesfamilienministerium gefördert und auch finanziell von der Stadt Lünen unterstützt wird, ist es, Begegnungen zu ermöglichen. Sei es durch das Mittagsangebot im Café Henry, das auch Mitarbeiter benachbarter Firmen schätzen, durch Malkurse für Kinder und Eltern oder durch ein neues Angebot für Senioren, die sich zusammen mit jungen Leuten dem mobilen Internet annähern.

Im Gespräch erklärt Meike Terbeck, was sich hinter dem Begriff „Mehrgenerationenhaus“ verbirgt.

Was ist das Ziel des Projekts?

Wir wollen einen Treffpunkt für alle Bürger unserer Stadt sein. In offener Atmosphäre begegnen sich Menschen aller Generationen, knüpfen Kontakte, kommen miteinander ins Gespräch und unterstützen sich möglicherweise auch gegenseitig. Im Café Henry am Spormeckerplatz 1a kann beispielsweise bei Frühstück, Mittagessen oder Kaffee und Kuchen miteinander geklönt, gelesen, diskutiert und gelernt werden. Alle Interessierten können sich mit ihrer Zeit, ihrer Erfahrungen und Fähigkeiten einbringen und so auch gegenseitig voneinander profitieren.

Wie kann so etwas funktionieren? Bitte ein Beispiel.

Ein Beispiel ist der neue Kurs unter dem Motto „Wir sind dann mal online..:“, in dem Senioren lernen, mit Tablet, Smartphone und dem mobilen Internet umzugehen. Dazu gibt es einen Schnuppertermin am 11. Oktober um 16 Uhr in der DRK-Geschäftsstelle, Spormeckerplatz 1a. Wir richten so viele Gruppen wie nötig ein, denn dieses Angebot wird durch das Bundesfamilienministerium gefördert. Mir ist wichtig, dass es Gruppen für Teilnehmer ganz ohne Vorerfahrung ebenso gibt wie für Senioren, die sich schon etwas damit auskennen. Jede Frage soll gestellt werden sollen, die Teilnehmer sollen sich wohlfühlen. Wir planen dann auch Internet-Paten, also junge Leute, die beim geplanten Internet-Café die interessierten Senioren begleiten. Wir würden gern erreichen, dass sie vielleicht durch eine gemeinsame Internet-Recherche ins Gespräch kommen. Auch der Seniorenbeirat findet die Idee gut und unterstützt uns.

Wie lange kümmern Sie sich schon um das Projekt Mehrgenerationenhaus?

Ich bin seit 1. Juni hier Koordinatorin. Mein Büro habe ich in den Räumen an der Luisenhüttenstraße 25, die, wie auch das DRK-Haus am Spormeckerplatz 1a, zusammen das Mehrgenerationenhaus bilden.

Was gibt es an weiteren Angeboten im Mehrgenerationenhaus?

Neu ist eine Vortragsreihe und das Aktionsprogramm. Da geht es beispielsweise am 31. Oktober um das Thema Pflege und am 21. November um Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht. Beim „Filmfestival der Generationen“ wollen wir am 3. November auch das Thema Senioren und Internet aufgreifen. Anschließend diskutieren wir mit jüngeren und älteren Lünern darüber, wie man die neuen Medien nutzen kann. Auch eine musikalische Weihnachtsfeier wird es geben - am 12. Dezember.

Gibt es auch Angebote für Kinder?

Natürlich, wir haben einen Englischkurs für kleine Kinder, eine Spiel- und Babygruppe und demnächst auch einen Kreativkurs für Drei- bis Sechsjährige mit und ohne Eltern. Unter dem Motto „Farbklecks“ wird gemeinsam gemalt, gestaltet und gebastelt.

Was ist mit kreativen Erwachsenen?

Nach den Herbstferien wird es einen Kunstkurs für Frauen geben und zwar für Frauen jeden Alters und jeder Nationalität. Auch davon erhoffen wir uns, dass die Teilnehmerinnen so längerfristig miteinander ins Gespräch kommen.

Wie wollen Sie junge Menschen auch ins Mehrgenerationenhaus bringen?

Ich möchte mit Lüner Schulen ins Gespräch kommen um Arbeitsgemeinschaften zu den Themen Demographiegestaltung oder soziale Arbeit zu etablieren. Damit das Bewusstsein fürs Leben im Alter geweckt wird.

Wie kamen Sie auf diese Idee?

Unter anderem durch zwei Schulpraktikanten, die wir in unseren Demenzkurs geschickt haben und die dort hervorragend mit den älteren Leuten klar kamen. Einer der Beiden kann sich nun auch vorstellen, beruflich in diese Richtung zu gehen.

Interessenten können sich informieren bei Meike Terbeck, montags bis donnerstags, Tel. (02306) 306 11 260, Mail: meike.terbeck@drk-luenen.de
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