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Alsmann mit Witz und Charme

LÜNEN „Das darf überhaupt nicht wahr sein. Hätten wir gewusst, dass Lünen so ein schönes Theater hat, wären wir jedes Jahr gekommen“. Wortgewandt kokettierte Götz Alsmann am Samstag mit seinem Publikum im ausverkauften Heinz-Hilpert-Theater.

von Von Volker Beuckelmann

, 02.12.2007

Lange gesucht und endlich gefunden, so könnte man meinen. Der Entertainer sprühte auf der Bühne glücklich mit viel Witz und Charme. Mit schwarzer Fliege und viel Pomade in den Haaren sagte Alsmann: „Das ist der Höhepunkt des Tourneejahres. Unser Debüt in Lünen.“

Er hatte Recht. Mit seiner vierköpfigen Götz Alsmann-Band bescherte er wohl den absoluten musikalischen Höhepunkt des Jahres 2007 im Theater.

Helle Verzückung beim Publikum

Mit seinem neuen Album „Mein Geheimnis“, ausgezeichneten Musikern und seiner ungekünstelten, sympathischen Bühnenpräsenz verwandelte Götz Alsmann das Hilpert-Theater in einen nostalgisch angehauchten Mambo-, Swing-, Jazz- und Schlagertempel und versetzte das Publikum in helle Verzückung.

Was ist „Mein Geheimnis“, fragten sich alle. Deutschsprachige Live-Musik der 1950er und 1960er Jahre arrangiert mit modernen Tönen aus dem Swing, Jazz, Mambo und Rockabilly. Klassiker und nahezu unentdeckt gebliebenes „Strandgut“ des deutschen Unterhaltungsliedes waren zu hören.

Cha-Cha-Cha-Rhythmus für jedes Lied

Darunter etwa der Titel „Ein Gläschen Wein und Du“, eine Ballade von Werner Müller. Mit diesem mitreißend gespielten Titel, bei dem das Congaspiel toll zur Geltung kam, gelang Alsmann mit seiner Band der Beweis, dass fast jedes Lied auch im Cha-Cha-Cha-Takt prima klingen kann.

Ob die Chansonette „Die alte Klofrau“, „Wenn es Frühling wird“ mit herrlich sanfter Vibraphon-Begleitung oder viele Klassiker, die mit eigenen Kompositionen in einen stimmigen musikalischen Zusammenhang gebracht wurde - die Mischung war perfekt und lustig zugleich. Traditionell und trotzdem frisch, so liebten es die Gäste.

Schlagzeuger Rudi Marhold kam aus Lünen

Ein umjubeltes Heimspiel hatte Rudi Marhold am Schlagzeug. „Kindheit und Jugend in der legendären Horstmarer Straße“, sagte Götz Alsmann und verriet dabei die Herkunft seines Musikers, der in Lünen geboren wurde. Glänzend waren auch Markus Passlick an seinen Percussionsinstrumenten. Sogar mit einer einfachen Holzkiste zauberte er traumhafte Töne.

Altfrid M. Sicking, der gleich mit vier Klöppeln das Vibraphon zum Schwingen brachte, stand ihm in nichts nach, genau so wie Michael Ottomar an der Bassgitarre. Im Dezember 2008 wird Götz Alsmann wieder nach Lünen kommen.

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