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Angeklagtem droht Unterbringung in der Psychiatrie

Landgericht Dortmund

LÜNEN Er hetzt, er diffamiert und schreckt offenbar auch vor Mordaufrufen nicht zurück: Ein 52-jähriger Lüner leistet sich seit Jahren immer neue Scharmützel mit der Justiz.

02.08.2010
Angeklagtem droht Unterbringung in der Psychiatrie

Vor dem Landgericht Dortmund steht deshalb seit Montag nicht weniger als seine ganze Zukunft auf dem Spiel. Zur Eröffnung der Verhandlung am Montag fehlte allerdings der Hauptdarsteller selbst. Winfried S. (52) meldet sich lediglich per Fax. Wegen „unerträglicher Kopfschmerzen“ fühle er sich nicht verhandlungsfähig, schreibt der Lüner dem Gericht. Er gehe deshalb jetzt zum Arzt. Ein Attest werde nachgereicht. Den Richtern sind die Hände gebunden – mal wieder. Zwar schicken sie sofort die Polizei los, um Winfried S. aufzugreifen und nach Dortmund zu bringen. Doch am Nachmittag blasen sie den Versuch erfolglos ab. Fortsetzung: Mittwoch.  

Der schier endlose Kampf des 52-Jährigen gegen die Justiz geht also weiter. Mehrere Ärzte halten Winfried S. für psychisch krank. Er selbst jedoch fühlt sich zu Unrecht verfolgt und reagiert deshalb wie ein in die Enge getriebenes Tier: Er tritt um sich. Das Internet ist voller Beleidigungen, mit denen der Lüner all diejenigen überzieht, die ihm in die Quere kommen. Mehrere Rechtsanwälte und Psychiater klagen schon jetzt über „Rufschädigung“. Wenn die Verhandlung am Mittwoch tatsächlich beginnen kann, wird sich Winfried S. unter anderem wegen Volksverhetzung verantworten müssen. Am Ende des Prozesses könnte dann sogar seine dauerhafte Unterbringung in der geschlossenen Psychiatrie stehen.

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