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Angeklagter beschimpfte Richter als Rechtsbrecher

Morddrohung im Internet

LÜNEN Unter den aufmerksamen Augen mehrerer Wachtmeister hat am Mittwoch vor dem Dortmunder Landgericht der Prozess gegen den Lüner Justiz-Kritiker Winfried S. (52) begonnen. Ihm wird vorgeworfen, im Internet zu Mordanschlägen aufgerufen zu haben.

04.08.2010
Angeklagter beschimpfte Richter als Rechtsbrecher

Nachdem Winfried S. noch am Montag durch Abwesenheit geglänzt hatte, wurde er jetzt von Polizisten zum Gerichtsgebäude gefahren. Die Beamten hatten ihn am Morgen aus dem Bett geklingelt und sofort mitgenommen. Entsprechend aufgeheizt war die Stimmung gleich zu Beginn des Prozesses. Der 52-Jährige stellte Ablehnungsanträge gegen Richter und psychiatrische Gutachter, schimpfte auf die anwesenden Journalisten und strafte seine eigenen Verteidiger mit Nichtachtung. Fast alle Anklagevorwürfe stammen aus dem Jahr 2007.

Anlässlich eines Mordprozesses, der damals am Hagener Schwurgericht stattfand, wetterte Winfried S. auf der von ihm betriebenen Internet-Plattform gegen fast alle Beteiligten. Bis heute ist der 52-Jährige überzeugt, dass damals ein Unschuldiger verurteilt und der eigentliche Täter von der Justiz gedeckt wurde. Daher überzog er Richter, Staatsanwälte und Anwälte mit unflätigen Ausdrücken. Auch die Dortmunder Polizei („Holzköpfe“), der Dortmunder Landgerichts-Präsident und die Dortmunder Richterschaft („verkommener Rechtsbrecher-Club“) bekamen anschließend ihr Fett weg. Darüber hinaus rief S. im Internet zum Mord an Bundes- und Landespolitikern auf.  Das Verfahren wird am 11. August fortgesetzt.

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