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BUND reicht weitere Klage gegen den Neubau ein

Trianel-Kohlekraftwerk

LÜNEN Umweltschützer nehmen einen weiteren Anlauf, das Trianel-Kraftwerk zu kippen: Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Landesverband NRW, reichte am Freitag eine zweite Klage beim Oberverwaltungsgericht Münster (OVG) ein.

von von Peter Fiedler

, 11.12.2009
BUND reicht weitere Klage gegen den Neubau ein

So soll das Trianel-Kraftwerk 2012 ans Netz gehen.

Sie richtet sich gegen einen Bescheid der Bezirksregierung Arnsberg, der dem Stadtbetrieb Abwasserbeseitigung Lünen (SAL) die Einleitung von Abwasser aus dem Kühlturm und der Rauchgasentschwefelungsanlage in die Lippe gestattet. Paul Kröfges, Landesvorsitzender des BUND: „Pro Stunde dürfen bis zu 495 Kubikmeter in die Lippe abgeführt werden, obwohl der Fluss in weiten Teilen unter dem Schutz der europäischen Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH-RL) steht. Die Abwässer sind mit Schwermetallen wie Quecksilber und anderen Schadstoffen belastet."    Die Trianel Kohlekraftwerk GmbH gab sich gelassen. Geschäftsführer Manfred Unge-thüm erklärte: „In einer FFH-Verträglichkeits-Voruntersuchung sind die Auswirkungen auf die Lippe untersucht worden. Das Ergebnis der Wissenschafter: Das eingeleitete Abwasser wird die Lippe nicht belasten. Es ist für mich vor diesem Hintergrund schwer erklärbar, wo der BUND klare Verstöße gegen den FFH-Gebietsschutz erkennen will.“

Für die Bezirksregierung Arnsberg sagte Sprecher Christoph Söbbeler: „Wir nehmen die Klage zur Kenntnis. Sobald wir die Begründung vorliegen und durchgearbeitet haben, werden wir uns dazu stellen.“ SAL-Vorstand Claus Externbrink geht davon aus, dass die gesetzlichen Bestimmungen eingehalten werden. „Wir mussten zig Nachweise erbringen“, sagte er, wollte sich aber ebenfalls noch nicht im Detail äußern, da er noch keine Einzelheiten der Klage kenne.     

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