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Bahn reagiert auf Verspätungen: RB 50 soll wieder pünktlicher werden

Fernverkehr wird umgeleitet

Die Bahn leitet IC-Züge auf der Strecke zwischen Münster und Dortmund um. Das gibt den Pendlern Hoffnung, die auf der RB 50 zwischen Dortmund, Lünen, Werne und Münster unterwegs sind.

Lünen, Capelle

, 18.10.2018
Bahn reagiert auf Verspätungen: RB 50 soll wieder pünktlicher werden

Die Eurobahn soll ab Ende des Monats wieder pünktlicher fahren. © Foto: Eurobahn

Wie die Deutsche Bahn am Donnerstag mitteilte, komme es im Nah- und Fernverkehr momentan zu Verspätungen, weil die Höchstgeschwindigkeit auf der eingleisigen Strecke zwischen Münster und Lünen derzeit reduziert werden muss.

Deshalb werden ab dem 29. Oktober vorläufig die IC-Züge zwischen Münster und Dortmund umgeleitet und die Fahrpläne der Nahverkehrslinie RB 50 an die veränderte Höchstgeschwindigkeit der Strecke angepasst. Damit soll die Pünktlichkeit der Nahverkehrslinie RB 50 zwischen Münster und Dortmund verbessert werden. Gerade diese Strecke hatte Pendler in den vergangenen Monaten viele Nerven gekostet. Eine Untersuchung zeigt, dass die RB 50 deutlich häufiger verspätet ist als der Durchschnitt in Westfalen-Lippe.

Abfahrtszeiten bleiben unverändert

Die Fahrzeit der RB 50 verlängert sich trotz der Geschwindigkeitsreduzierung nur um wenige Minuten. Die Abfahrtszeiten bleiben unverändert.

Die Änderungen treten erst am 29. Oktober in Kraft, weil dann die Sperrung zwischen Duisburg und Essen aufgehoben wird. Wie lange diese Änderungen andauern, ist noch völlig offen. Ein Gutachter guckt sich momentan die Gleise an, die für die Probleme sorgen. Erst wenn der sein Gutachten geschrieben hat, kann die Bahn entscheiden. Das soll im November der Fall sein.

Wegen des trockenen und heißen Sommers hat sich der Boden an der Strecke so sehr verändert, dass die Gleise nicht mehr richtig liegen. Diese „Gleislagefehler“ sorgen auf einer Strecke von acht Kilometern dafür, dass die Züge ihre Geschwindigkeit von 160 auf 70, teilweise auf 50 Stundenkilometer reduzieren müssen, wie ein Bahnsprecher auf Anfrage erklärt.

Die Folgen für den Fernverkehr

Um die IC-Züge über Dortmund und Hamm umleiten zu können, verlängert sich die Fahrzeit des RE 1 zweitstündlich um 7 Minuten. Die Züge ab Hamm in Richtung Dortmund fahren deshalb etwas früher ab.

Reisenden im Fernverkehr von und nach Bochum, Dortmund und Hagen sowie Fahrgästen im Regionalverkehr der RE 1 wird empfohlen, ihre Reiseverbindungen zu überprüfen.

Für Fahrgäste des Fernverkehrs bestehen alternative Umsteigeverbindungen mit Zügen des übrigen Fern- und Regionalverkehrs. Bereits gebuchte Fernverkehrsreisen von/nach Bochum, Dortmund oder Hagen können kostenlos umgebucht oder erstattet werden,sofern die Verbindungen von Haltausfällen betroffen sind. Fahrgäste mit Streckenzeitkarten für den Fernverkehr werden zeitnah vom Abocenter über ihre alternativen Verbindungen bzw. die Freigabe für ICE-Züge informiert. Betroffene BahnCard100-Kunden können sich an den bahn.comfort-Service wenden.

Die Fahrplanänderungen werden derzeit in den Informations- und Buchungssystemen hinterlegt. Die DB bittet alle betroffenen Reisenden, sich vor Fahrtantritt über die tatsächlichen Abfahrt- und Ankunftszeiten zu informieren.
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