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Bedeutung von Autor Warsinsky gewürdigt

Kunstverein

LÜNEN Werner Warsinsky war ein bedeutender Autor der deutschen Nachkriegsliteratur. Am Freitag wäre der Lüner 100 Jahre alt geworden. Der Kunstverein stellte aus diesem Anlass in der Stadtbücherei eine Dokumentation und eine kleine Ausstellung über das Werk Warsinskys vor.

von Von Beate Rottgardt

, 06.08.2010
Bedeutung von Autor Warsinsky gewürdigt

Bei der Eröffnung der kleinen Ausstellung über Werner Warsinsky (v.l.) Franz Schlagheck, Georg Almus, Dr. Jochen Grywatsch, Manuela Hauptmann, Hans-Theo Thormaehlen, Dagmar und Wolfgang Ickerodt.

„Aus dem Kontakt mit Hans-Theo Thormaehlen, einem Freund der Familie Warsinsky, entstand für uns die Idee, eine Dokumentation zum 100. Geburtstag des Autors zu erstellen“, erläuterte Kunstvereins-Vorsitzender Georg Almus. Der überaus selbstkritische Autor veröffentlichte nur wenige Texte. Für seinen ersten Roman „Kimmerische Fahrt“ erhielt er völlig überraschend als damals gänzlich unbekannter Autor 1953 den Europäischen Literaturpreis. Das Buch wurde später auch ins Französische und Japanische übersetzt.

Mit dem Zug und geliehenem Geld fuhr der damals 42-Jährige nach Genf, um den Preis entgegen zu nehmen. Die 5000 Franken Preisgeld ermöglichten ihm, wenige Jahre als freier Schriftsteller zu leben – so Dr. Jochen Grywatsch von der Literaturkommission des Landschaftsverbandes, die den literarischen Nachlass verwaltet. Von 1955 bis 1975 leitete Warsinsky, der gelernter Buchhändler war, die Lüner Stadtbücherei. Zur Veranstaltung gestern kamen auch Tochter Dagmar Ickerodt mit ihrem Mann Wolfgang und ein ehemaliger Arbeitskollege vom Lippewerk, der heute 82-jährige Franz Schlagheck.

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