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Bei Einsatz: Betrunkener steigt in Rettungswagen

Lüner Sanitäter angegangen

Ein alkoholisierter Mann hat am Freitag in Lünen einen Rettungseinsatz behindert. Während die Sanitäter hinten einer verletzten Person halfen, setzte sich der Mann einfach vorn in den Wagen und randalierte. Zur Behinderung von Polizei und Rettungskräften komme es immer häufiger, sagt die Feuerwehr Lünen.

LÜNEN

, 10.10.2016
Bei Einsatz: Betrunkener steigt in Rettungswagen

Ein Betrunkener stieg einfach zu den Sanitätern ins Auto.

Am Freitagabend hatten Rettungskräfte einen Einsatz, weil eine Person eine Treppe hinunter gefallen war und sich dabei verletzt hatte. Vor Ort gerieten die Retter jedoch mit einer Gruppe alkoholisierter Männer aneinander. 

„Die jungen Männer behinderten die rettungsdienstlichen Maßnahmen extrem und die Mitarbeiter fühlten sich bedroht“, heißt es in der Pressemitteilung der Feuerwehr.

Kurz vor handgreiflichen Übergriffen

„Als die Kollegen sich im Rettungswagen um den Verletzten gekümmert haben, wurde der Rettungswagen aus der Fahrerkabine zum Wackeln gebracht. Ein Kollege ist ausgestiegen, um nachzusehen, und hinter dem Steuer saß ein stark alkoholisierter Mann“, berichtete der Leiter der Feuerwehr, Rainer Ashoff.

Der Mann wurde durch die Feuerwehr lautstark aufgefordert, das Fahrzeug zu verlassen. Daraufhin habe der junge Mann die Rettungskräfte aggressiv beschimpft. „Es gab keine Handgreiflichkeiten, aber es war kurz davor“, so Ashoff. Nachdem die Polizei eintraf, sei die Gruppe geflohen.

"Mir passieren diese Dinge zu oft"

Ein Trend, den auch Kreisbrandmeister Ulrich Peukmann bestätigt. „Wir führen zwar keine Statistik, aber mir persönlich passieren diese Dinge zu oft. Es ist abscheulich, dass Menschen, die helfen wollen, so behindert werden. Bedauerlicherweise müssen wir uns um solche Respektlosigkeiten kümmern“, so Peukmann.

Auf Anfrage konnten die Pressestelle der Polizei in Dortmund sowie die Polizei Lünen die Beobachtungen der Feuerwehr der Stadt Lünen „weder bestätigen noch dementieren“. Ein Blick auf die Entwicklungen der Straftaten zwischen 2011 und 2015 legt allerdings nahe, dass zumindest der „Widerstand gegen Polizeivollzugsbeamte“ in Lünen eher rückläufig ist. Tauchen 2011 noch 28 Delikte dieser Art in den öffentlichen Statistiken auf, sind es im Vergleich zu 2015 mit 18 aufgeführten Straftaten weniger.

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