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Bürger sollen beim Bebauungsplan „Am Diek West“ mitbestimmen

Neue Wohnungen

Auf dem Gelände der ehemaligen Hauptschule Wethmar sollen eine Kita, ein Spielplatz und neue Wohnungen entstehen - neben einer Unterkunft für Flüchtlinge ist dort bezahlbarem Wohneigentum einegeplant.

Lünen

, 14.09.2018
Bürger sollen beim Bebauungsplan „Am Diek West“ mitbestimmen

Ludger Trepper (l.), Julia Klein und Thomas Berger haben am Donnerstag die ersten Planskizzen für das Gelände der ehemaligen Hauptschule Wethmar vorgestellt. © Niehaus

Noch viele Schritte sind zu gehen, bevor der Bebauungsplan „Am Diek West“ um- gesetzt werden kann. Denn bei dem vorliegenden Plan handelt es sich um eine „Ideenskizze“, die zeigen soll, was auf dem Gelände der ehemaligen Hauptschule Wethmar alles möglich ist. Die Beteiligung der Bürger ist dabei ausdrücklich gewünscht: Am 19. September findet dazu eine Infoveranstaltung statt.

Thomas Berger, Leiter der Abteilung Stadtplanung, und Fachdezernent Ludger Trepper (Jugend und Soziales) legen auf die frühzeitige Bürgerbeteiligung großen Wert. Vier Nutzungsansprüche werden an die Entwicklungsfläche, die eine Größe von 1,6 Hektar hat, gestellt: Die Unterbringung von Flüchtlingen, der Neubau einer Kindertagesstätte, öffentlicher und frei finanzierter Geschosswohnungsbau sowie ein Spielplatz sollen dort realisiert werden. „Aus städtischer Sicht werden hier mehrere Bedarfe abgedeckt“, sagt Berger.

„Bürger mit ins Boot kriegen“

Michael Schwerd von der Abteilung Stadtplanung sieht in dem Areal in Wethmar einen „Glücksgriff“. „Diese Chance dürfen wir uns nicht entgehen lassen“, sagt er. Schwerd und Berger betonen beide, dass es sich bei dem Plan um einen ersten Aufschlag handelt, der noch weiterentwickelt werden kann. „Wir möchten die Bürger mit ins Boot kriegen, hoffen bei der Infoveranstaltung auf einen hohen Mitnahmeeffekt“, sagt Berger. Empfehlungen und Kritik würden ernst genommen.

Auch Ludger Trepper hält das Beteilungsverfahren für einen „richtig guten Weg“. „Wir vergessen niemanden und wir bevorzugen auch niemanden“, betont er dabei. Das Gelände sei einer der vier ausgewählten dezentralen Standorte im Stadtgebiet für eine Flüchtlingsunterkunft. Der Rat der Stadt hatte im Oktober 2016 diese dezentrale Unterbringung beschlossen. Das Gelände der ehemaligen Hauptschule ist seit November 2017 dafür vorgesehen. Bis zu 50 Personen sollen in neun Wohneinheiten untergebracht werden.

Wohnungen für junge Familien und Paare

Der Geschosswohnungsbau soll laut Masterplan Wohnen besonders für junge Familien und Paare mit mittlerem Einkommen geeignet sein, sowie für Bürger mit unterdurchschittlichem Einkommen. Seniorengerechter, bezahlbarer Wohnraum ist es, der an dieser Stelle entstehen soll. „Wie viele Wohneinheiten es genau werden, hängt allerdings noch von der Größe der Grundstücke und der Wohneinheiten ab“, sagt Julia Klein von der Abteilung Stadtplanung. Zwischen 20 und 30 Wohneinheiten könnten es werden.

Der Abstand zur Bahnlinie ist dabei so groß wie möglich gehalten worden. „Die zur Bahn gewandte Seite beinhaltet vor allem die Erschließungsflächen, Parkplatz, Küche und Bad“, erläutert Thomas Berger. Schlaf- und Wohnräume sollen nach Süden ausgerichtet werden. Planerisches Ziel ist außerdem die Aufnahme der Umgebungsbebauung. „Die Gebäude sollen sich harmonisch einfügen“, sagt Thomas Berger.

Kita und ein öffentlicher Spielplatz

Die Kita für fünf Gruppen ist mit einer Gebäudefläche von mindestens 875 Quadratmetern und einem Außengelände von mindestens 1200 Quadratmetern geplant. Mit Stellplätzen und Zuwegungen beträgt der Flächenbedarf insgesamt 2000 bis 2500 Quadratmeter. Da nördlich der Münsterstraße kein städtischer Spielplatz vorhanden ist und mit der städtebaulichen Entwicklung die Freifläche auf dem Schulgelände entfällt, besteht der Bedarf an einem Spielplatz. Der liegt in einer Größenordnung zwischen 400 und 1000 Quadratmetern.

Nicht nur Fragen wie die Verkehrssituation, der Lärmschutz, die Dichte der Bebauung oder die Gestaltung des Spielplatzes sind noch offen. „Wir werden noch viele Gutachten erstellen müssen, und das wird sicher nicht in diesem Jahr abgeschlossen“, erklärt Thomas Berger. Bodenuntersuchungen stehen an, denn auf dem Gelände befinden sich Altablagerungen. Auch Absprachen mit dem Kreis Unna und der Bahn stehen an. „Erst wenn es keine Bedenken mehr gibt, kann der Bebauungsplan vom Rat beschlossen werden, sagt Thomas Berger.

  • Die Stadt Lünen lädt alle Interessierten am Mittwoch, 19. September, ab 18 Uhr dazu ein, an der Informationsveranstaltung im Gemeindesaal St. Gottfried (Auf dem Sande 1) teilzunehmen.
  • Die Moderation übernimmt Hans Wietert-Wehkamp vom Institut für Soziale Innovation.
  • Mit dabei sind als Fachleute der Stadt Lünen unter anderem Thomas Berger, Leiter der Stadtplanung, der Fachdezernent für Jugend und Soziales Ludger Trepper sowie die Leiterin der Abteilung Wohnen und Soziales Beate Lötschert.
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