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Bürgerbüro denkt über zweiten langen Öffnungstag nach, bleibt aber samstags zu

Bürgerbüro Lünen

Die Wochen vor den Ferien werden viele, die im Bürgerbüro zu tun hatten, nicht so schnell vergessen. Langes Warten und Arbeit ohne Ende. Eine Umfrage bringt Erkenntnisse - und Initiative.

Lünen

, 14.09.2018
Bürgerbüro denkt über zweiten langen Öffnungstag nach, bleibt aber samstags zu

Der Wartebereich vor dem Eingang zum Bürgerbüro. Hier wünschen sich viele ein bisschen mehr Komfort. © Peter Fiedler

Bürgerbüro-Leiterin Yvonne Helgers, die die Umfrageergebnisse am Donnerstag im Ausschuss für Bürgerservice und Soziales vorstellte, zeigte sich insgesamt überrascht und zufrieden, dass die Bewertung insgesamt positiver ausgefallen sei, als man nach der Situation vor den Sommerferien hätte vermuten können. Die Mitarbeiter hätten eine harte Zeit mit wenig Personal hinter sich, sagte Helgers. Dass es jetzt durchaus gute Noten gab, freue sie sehr.

Auf einer Bewertungsskala von 1 bis 5 (5 ist die beste Note) liegt das Bürgerbüro durchschnittlich bei 4,1. Die besten Bewertungen gab es für die Beratung durch Mitarbeiter und die Kundenfreundlichkeit der Mitarbeiter (beides 4,6) und die Online-Terminvergabe (4,4).

Ein Viertel der Berufstätigen wünscht sich längere Öffnungszeiten

Wenig überraschend: Vor allem Berufstätige wünschen sich weitaus häufiger erweiterte Öffnungszeiten als Nichtberufstätige. Fast ein Viertel der Berufstätigen möchte einen zusätzlichen langen Wochentag; eine Öffnung des Bürgerbüros am Samstag ist aber offenbar nicht so populär (10 Prozent).

Für Yvonne Helgers ist damit klar: „Aktuell wird es keine Samstagsöffnung geben.“ Über einen zweiten langen Tag im Bürgerbüro denkt man jetzt nach. Aber klar ist schon jetzt, mehr Personal wird es dafür nicht geben. Das sagte sie auf Nachfrage aus dem Ausschuss. Dafür werde ein Schichtsystem für die Mitarbeiter nötig sein.

Die erste Umfrage unter den Besuchern des Bürgerbüros fand vor den Ferien statt, die zweite im Ferienmonat August. Wenig überraschend war bei dem zweiten Termin die Wartezeit deutlich kürzer. Die durchschnittliche Wartezeit betrug zwischen 18. Juni und 13. Juli 32 Minuten, vom 1. August bis 31. August 23 Minuten. Viel länger war die Wartezeit jeweils am Donnerstag. Bei der Frage nach der Wartezeit gab es eine 3,6.

Besucher kommen vor allem wegen eines neuen Ausweises

64 Prozent der Besucher kamen wegen eines neuen Ausweises. Immerhin 33 Prozent hatten die Online-Termin-Vergabe genutzt, weitere 30 Prozent hatten das nicht, können sich das aber für die Zukunft vorstellen. Für die übrigen Teilnehmer der Umfrage kommt ein Online-Termin nicht in Frage oder sie machten dazu keine Angaben.

Mehr als 60 Prozent finden es hilfreich, in Zukunft informiert zu werden, wenn Ausweisdokumente ablaufen. Das würde helfen, Situationen wie vor den Sommerferien in diesem Jahr zu vermeiden. Die Betroffenen im vierten Quartal 2018 werden nun angeschrieben. Auch die Online-Terminvergabe hilft, Kundenströme zu entzerren.

Konkrete Wünsche gibt es bei den Lünern für den Wartebereich: bequemere Stühle, ein Getränkeautomat und eine bessere Ausstattung der Spielecke. Das aber ist schwieriger, als es sich anhört: „Wir haben mal an einem Donnerstag morgens 40 Matchboxautos hingestellt, abends waren sie alle weg“, sagt Helgers.

2019 soll es eine weitere Befragung geben.

Öffnungszeiten des Bürgerbüros im Rathaus: Montag 7.30-12.30 und 13.30-16 Uhr; Dienstag 7.30-12.30 und 13.30-16 Uhr; Mittwoch 7.30-12.30 Uhr; Donnerstag 9-12.30 und 13.30-18 Uhr; Freitag 7.30-12.30 Uhr.
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