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Caterpillar: Sorge um 950 Arbeitsplätze in Lünen

Schwache Auftragslage

Die Kohlepreise weltweit sind im Keller - das belastet Caterpillar in Lünen: Das Unternehmen fertigt Geräte zum Abbau von Kohle, die derzeit kaum gefragt sind. Wegen schwacher Auftragslage gibt es seit April Kurzarbeit, die rund 950 Mitarbeiter bangen um ihre Arbeitsplätze. Die Sorge ist wohl nicht ganz unberechtigt.

LÜNEN

, 12.11.2014

"Wir können im Moment keine Garantie für alle Arbeitsplätze abgeben", sagte am Mittwoch auf Anfrage Dr. Ulrich Paschedag, Leiter Untertage-Produkte bei der Caterpillar Global Mining Europe GmbH Lünen. Er macht keinen Hehl daraus, dass die Lage derzeit schwierig ist.  Die Caterpillar-Geschäftsführung verhandelt mit dem Betriebsrat und der Gewerkschaft über die sogenannte "Zukunftsvereinbarung". Es geht um die Zukunft des Standortes und die Sicherung der Arbeitsplätze.

Am Mittwochmorgen unterbrach ein Teil der Belegschaft mit Trillerpfeifen die Verhandlungen – die Mitarbeiter wollten wissen, was Sache ist.  Und Paschedag sowie Peter Mosbach, Werkleiter von Caterpillar Global Mining für Lünen und Wuppertal, stellten sich den Fragen der Beschäftigten.  "Wir machen uns Sorgen, unsere Familien auch. Bitte nehmen Sie uns diese Sorgen", rief eine Mitarbeiterin unter großem Beifall ihrer Kollegen ins Mikrofon. Und fuhr fort: "Warum können Sie uns nicht sagen, dass es keine betriebsbedingten Kündigungen in der nächsten Zeit gibt?"

Mosbach sagte, dass die Geschäftsführung keine Garantien abgeben könnte. Zu unsicher sei die Situation auf den Kohlemärkten. Zudem will Caterpillar zwar auf ein neues Geschäftsfeld, die Produktion von Maschinen für den Abbau von Erzen (Hartgestein), setzen; die Fertigung dafür könne aber wohl noch nicht 2015 in Lünen begonnen werden. 

Somit stehe dem Lüner Caterpillar-Werk ein sehr schweres Jahr 2015 bevor, sagt Paschedag. Er könne nicht sagen, ob danach noch 100 Prozent der jetzigen Belegschaft in Lünen (etwa 950 Mitarbeiter) an Bord seien. Genau das fordern aber der Betriebsrat und die Gewerkschaft IG Metall. Vor allem "möchten wir weiterhin ausschließen, dass es betriebsbedingte Kündigungen gibt", sagt Ulrike Kletezka, Zweite Bevollmächtigte der IG Metall Dortmund.  Erst im vergangenen Jahr hatte

. Seitdem seien die Mitarbeiter verunsichert, sagt Kletezka. Ein Eindruck, der sich am Mittwoch auf dem Hof des Werkes bestätigte: "Wir haben Schiss, dass wir nächstes Jahr zu Hause sitzen", sagte ein Mitarbeiter gegenüber der Geschäftsführung. 

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