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Christian Granderath kommt als Juror zum Kinofest

Interview

Ein Lüner Junge, der Karriere bei Film und Fernsehen gemacht hat, kehrt in seine Heimatstadt zurück. Als Mitglied der Jury für den Drehbuchpreis beim 23. Kinofest ist Christian Granderath, NDR-Fernsehfilmchef, im November zu Gast in Lünen.

LÜNEN

von Von Beate Rottgardt

, 10.10.2012
Christian Granderath kommt als Juror zum Kinofest

Christian Granderath ist gebürtiger Lüner und kommt immer mal wieder zum Kinofest in seine Heimatstadt zurück.

Mit dem 52-Jährigen telefonierte RN-Redakteurin Beate Rottgardt:

Ich bin in Horstmar geboren und dann mit meinen Eltern zur Moltkestraße gezogen. Ich kann mich auch noch daran erinnern, dass ich beim Abendbrot aus einem Hochhaus dort die Segelflieger beobachtet habe. Dann sind wir nach Bochum gezogen, wo mein Vater die dortige Lokalredaktion der Ruhr Nachrichten übernahm. Dort bin ich auch zur Schule gegangen. Aus Erzählungen weiß ich, dass mein Vater für die Lüner Ruhr Nachrichten 1956 darüber berichtet hat, wie bei Bill Haleys Film „Rock around the Clock“ vom Publikum das Kino zerlegt wurde.  

Nein, es ist zu lange her. Nach Bochum aber schon.  

Wie bei eigentlich allen Diskussionen zu diesem Film erinnere ich mich an eine sehr lebhafte Diskussion. Ich war auch schon vorher, in der Lichtburg, mit dem Film „Schnee in der Neujahrsnacht“ beim Kinofest zu Gast.  

Auf jeden Fall ist das eine spannende Aufgabe. Ich habe 15 Jahre als Produzent gearbeitet und dabei natürlich viel mit Drehbüchern zu tun gehabt. So eine Aufgabe in der Jury kann auch eine Suche nach Talenten sein.  

Ein wesentlicher Grund war, dass ich nach den Erfahrungen mit Filmen wie „Wut“ oder „Homevideo“ die Hoffnung hatte, dass ich hier nicht vier Jahre lang bei guten Projekten auf die Finanzierung warten muss. Jetzt sitze ich bei den Entscheidern.  

Das ist schwierig angesichts der vielen Filme, die ich in den Jahren verantwortet habe. Beispielsweise die ersten Projekte von Sönke Wortmann, Hans-Christian Schmid oder Andreas Dreesen. Die sind mir alle unglaublich nah und so wie Kinder für mich. Aber ein besonderer Film ist „Der Totmacher“ für mich (Götz George spielte hier den Massenmörder Fritz Haarmann, Anm.d.Red.). Da wusste ich von Anfang an, das wird was Tolles. In diesem Projekt habe ich etwas sehr Seltenes gesehen und entdeckt, den Film trage ich nach wie vor in meinem Herzen. Bei den Filmen, an denen ich nicht mit gearbeitet habe, sind es „Taxidriver“ mit Robert de Niro und „Die Taxifahrerin“ von Jacques Bral.  

Im Moment mag ich Ryan Gosling besonders. Auch Lino Ventura, Robert Mitchum oder Matthias Brandt finde ich sehr gut. Und natürlich unsere ganzen Ermittler aus dem Norden – Axel Milberg, Til Schweiger, Wotan Wilke Möhring und Charly Hübner. Oder bei den Frauen Maria Furtwängler, Sibel Kekilli und Aneke Kim Sarnau. Bei Christiane Pauls Lachen geht die Sonne auf, das macht richtig gute Laune. Und natürlich gibt es noch 150 andere tolle Schauspieler.

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