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Controlling soll Überstundenproblem der Stadt genauer analysieren

Personalversammlung

32.000 Überstunden sind bei der Stadt im Jahr 2017 angefallen. Für den Personalrat ist das noch kein Grund, Alarm zu schlagen. Warum nicht, erklärte er während der Personalversammlung.

Lünen

, 08.11.2018
Controlling soll Überstundenproblem der Stadt genauer analysieren

Überstunden waren Thema bei der Personalversammlung der Stadt. © Oskar Neubauer (A)

Weitere Stühle mussten zu der Veranstaltung am Mittwoch (7. November) in den Hansesaal geholt werden, so groß war das Interesse der städtischen Beschäftigten. Mehr als 500 Mitarbeiter waren gekommen. Auch Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns sowie Vertreter der Politik waren dabei. Dies berichtete der Personalrat in einem Pressegespräch im Anschluss. Eine breite Themenpalette sei diskutiert worden, so Personalratsvorsitzende Annette Wittemeier. Ein Schwerpunkt war die Überstunden-Analyse.

Feuerwehr Spitzenreiter bei Überstunden

Von 15.700 im Jahr 2016 ist die Zahl der Überstunden bei den städtischen Bediensteten auf 32.000 im Jahr 2017 gestiegen.

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Allein 16.768 davon sind bei der Feuerwehr angefallen. Ursache seien unbesetzte Stellen und Ausnahmesituationen wie Stürme gewesen. Durch die Einstellung von zwölf neuen Rettungsassistenten und ein neues Dienstplanmodell seit dem 1. Januar 2018 sei die Situation bei der Feuerwehr verbessert worden, erklärte Sabrina Delies, erste stellvertretende Vorsitzende des Personalrats.

Personalrat: Insgesamt noch kein Problem

„Gesamtstädtisch betrachtet sind Überstunden noch kein Problem, in Einzelfällen aber schon“, lautet das Fazit des Personalrats. Zu den Einzelfällen zähle beispielsweise die Abteilung Finanzwirtschaft. „Das hat mich überrascht“, sagt Stefan Radau, zweiter stellvertretender Vorsitzender. Das Problem bei dem Thema Überstunden ist, dass es bisher keine klare Analyse gegeben habe. Das soll sich ändern. Personalrat und Dienstelle wollen gemeinsam eine Vereinbarung zu einer Controlling-Regelung entwickeln und über die Analyse in jedem Jahr berichten.

Was die Überstunden in der Finanzwirtschaft angeht, habe es inzwischen einen entlastenden Effekt gegeben: Im Stellenplan 2018 sind drei neue Stellen vorgesehen, die inzwischen auch besetzt wurden.

Appell zum Umgang mit befristeten Verträgen

Ein weiteres Thema, das dem Personalrat auf den Nägeln brennt, sind befristete Arbeitsverträge. Im Sozialbereich gebe es Spitzen von bis zu sieben Jahren, in denen Mitarbeiter mit jährlich verlängerten Arbeitsverträgen leben müssen,. Hintergrund sei, dass sie auf Stellen von Kollegen in Teilzeit tätig sind, die eventuell wieder aufstocken wollen. Der Personalrat richtete einen Appell auch an die Politik, das Risiko der Elternzeit nicht auf andere Mitarbeiter abzuwälzen und Stellen einzurichten. „Auch wir spüren den Fachkräftemangel. Andere Städte locken mit Festverträgen“, erklärt Annette Wittemeier ein weiteres Problem.

Leistungsorientierte Bezahlung

Angesprochen wurde auch das Thema leistungsorientierte Bezahlung. Der Personalrat will mit der Dienststelle dazu eine Dienstvereinbarung erarbeiten. Sie soll im kommenden Jahr wirksam werden.

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