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Das sind die Ergebnisse des Verkehrsberichts 2017 der Polizei

Weniger Tote und Verletzte auf Lüner Straßen

Die Verkehrsdirektion der Polizei ist erleichtert. Laut Statistik ist im Lüner Straßenverkehr im vergangenen Jahr niemand tödlich verunglückt. Doch nicht alle Ergebnisse des Verkehrsberichts 2017 sind so erfreulich.

Lünen

, 23.02.2018
Das sind die Ergebnisse des Verkehrsberichts 2017 der Polizei

Ein Unfall an der Oberlipper Straße - die Zahlen insgesamt sind aber zurück gegangen. © Foto: Goldstein (A)

Wie viele Verkehrsunfälle es im vergangenen Jahr in Lünen gegeben hat und welche Folgen diese hatten, hat das Polizeipräsidium in einer Statistik zusammen gestellt. Am Freitag wurden die Zahlen veröffentlicht. Die wichtigsten Ergebnisse des Verkehrsberichts 2017 haben wir in Fragen und Antworten zusammengefasst.

Wie ist die Bilanz für Verkehrsunfälle, bei denen Personen zu Schaden gekommen sind, im vergangenen Jahr?

Insgesamt haben sich die Zahlen verbessert. Es gab weniger sogenannte „Unfälle mit Personenschaden“ und auch weniger Verunglückte. So wenig wie seit zehn Jahren nicht mehr, sagte Polizeipräsident Gregor Lange bei der Pressekonferenz zur Vorstellung des Verkehrsberichts. Jedoch ist die Zahl der im Straßenverkehr verunglückten Senioren leicht gestiegen.

Was ist die auffälligste Veränderung im Vergleich zum Vorjahr?

Im Lüner Stadtgebiet hat es im vergangenen Jahr keinen Verkehrstoten gegeben. Damit wurde die „Vision Zero“, die Vision von einem Jahr ohne Todesfälle bei Verkehrsunfällen erreicht. Präsident Lange zeigte sich am Freitag erfreut über diese Entwicklung.

Im Juli 2017 sind zwei Motorradfahrer auf der B236 tödlich verunglückt. Wieso sagt die Polizei, es habe keine Verkehrstoten gegeben?

Verkehrsunfälle auf der Bundesstraße gehen in die Statistiken der Autobahnen ein. Die Lüner Zahlen beziehen sich nur auf das Stadtgebiet.

Warum haben sich mehr Senioren im Straßenverkehr verletzt als 2016?

Die Polizei führt dies in erster Linie auf den demografischen Wandel zurück, der sich nun auch im Straßenverkehr zeigt. „Immer mehr ältere Menschen nehmen aktiv am Straßenverkehr teil.“ Abseits der Demografie lasse sich kein Schwerpunkt bei den Ursachen der 55 Unfälle, bei denen 2017 Senioren zu Schaden kamen, feststellen. Man behalte das Problem aber im Blick, so Ralf Ziegler, Leiter der Direktion Verkehr am Freitag.

Wie können sich Senioren auf der Straße besser schützen? Bereits 2015 hat die Polizei das Präventionsprogramm „I.R.M.A.“ (Informiert, rüstig, mobil, aktiv) ins Leben gerufen. Darin sollen Senioren auf für sie spezifische Gefahren im Straßenverkehr aufmerksam gemacht werden. Die Polizei plant weitere Veranstaltungen in 2018.

Welche anderen Probleme hat die Polizei 2017 beobachtet?

Ein großes Thema war bei der Pressekonferenz das Thema Ablenkung. Die Polizei geht davon aus, dass bei einem Großteil aller Verkehrsunfälle Ablenkung durch zum Beispiel Smartphones eine Rolle spielen. Außerdem beobachten die Beamten mit Sorge, dass der Respekt vor anderen Verkehrsteilnehmern und den allgemeinen Regeln im Straßenverkehr abnehme. „Wir brauchen eine gesellschaftliche Debatte darüber, dass wir alle für die Sicherheit im Straßenverkehr verantwortlich sind“, forderte Lange. Auch das mittlerweile „leidige Thema“ Gaffer sprachen die Konferenz-Teilnehmer an: „Viele Menschen filmen lieber mit dem Handy, als bei Unfällen zu helfen“, sagte Lange.

Die Daten im Einzelnen:

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