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Delfine helfen dem behinderten Dario

Therapie

LÜNEN Dario strahlt, ist braun gebrannt. Der zwölfjährige Junge, seit einem tragischen Unfall schwer behindert, ist zurück aus der Türkei. Dort hat er tierische Erfahrungen gemacht.

von Von Beate Rottgardt

, 22.07.2010
Delfine helfen dem behinderten Dario

Dario mit dem Therapeuten Yunus und einem der Delfine im Wasser.

Möglich wurde die Delphintherapie, die dem Jungen sehr gut getan hat, nur dank der Hilfe vieler unserer Leser. Sie waren im vergangenen Jahr vom Schicksal des Jungen so berührt, dass sie spendeten, damit Dario nach sechs Jahren wieder eine Delfintherapie erleben konnte.

Zwei Wochen war Dario mit Mama Bea, deren Freund Andi und zwei Geschwistern in Antalya. An zehn Tagen fanden die Therapiestunden im warmen Wasser mit den Meeressäugern statt. "Als Dr. Murat Dario begrüßte, hat er ihn erkannt – nach sechs Jahren", freut sich Bea Fröhner. Sie hatte ihrem Sohn einen kurzen Schwimmanzug gekauft, der ihm leichter anzuziehen war. "Die ersten drei Tage hat er aber total im Wasser gefroren. Wir haben es mit Einfetten versucht. Aber weil er nach den drei Stunden so locker war, konnten wir ihm sogar einen langen Anzug anziehen."

Überhaupt hat der Umgang mit den Delfinen dem Zwölfjährigen viel gebracht. Dario ist lockerer, entspannter. Bea Fröhner: "Er konnte die linke Hand öffnen und sich mit der rechten Hand an der Flosse des Delfins festhalten. Und er hat viel gelächelt." Das tut er auch jetzt noch, nachdem die Familie eine gute Woche wieder zurück in Lünen ist. Auch Darios Krankengymnastin stellte fest, dass der Junge nach der Delfintherapie viel lockerer geworden ist. Und viel aufmerksamer bei den Reaktionen auf seine Umwelt.

In der Türkei konnte er dank der Delfintherapie Füße und Arme gerade halten, entspannt sitzen. Vorher hatte er den rechten Fuß von sich gestreckt. Sein Betreuer, der in den Therapiestunden mit ihm im Wasser war, hieß übrigens Yunus und das bedeutet auf Türkisch "Delfin". "Ohne die Spenden hätten wir die Therapie nicht bezahlen können", sagt Bea Fröhner. Natürlich wäre es schön, wenn die so erfolgreiche Therapie vielleicht in zwei Jahren fortgesetzt werden könnte. Doch das ginge auch nur mit Hilfe von Spenden.

Wer für eine weitere Therapie von Dario spenden will, kann sich beim Verein Schneewittchen informieren, der sich vorrangig für Ertrinkungskinder im Wachkoma einsetzt.

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