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Der große brasilianische Dichter Bordon

CHARLYS WELT Macello Bordon, der große brasilianische Dichter und Spieler des FC Schalke 04, hat dem unerschöpflichen Vorrat an Fußball-Weisheiten die ultimative Erkenntnis hinzugefügt: „Spieler sind wichtig, wo hier sind.“ Was er damit meinte, erklärt Charly in seiner Kolumne.

von Von Karl-Heinz Knepper

, 28.08.2008
Der große brasilianische Dichter Bordon

Bordon meinte damit nicht unsere Redaktion, weil, wenn Spieler, wo hier sind, wirklich hier bei uns wären, würden wir vor lauter Schalke-Fans nicht mehr zu unserem beliebten Gesellschaftsspiel kommen, dem rhythmischen Däumchendrehen. Bordon trifft im Kern natürlich den Nagel auf den Kopf, denn wenn Spieler, die wichtig sind, wo aber nicht hier sind, also nicht auf dem Fußballplatz sind, wiehert sich doch jeder Gegner wund und weg.   Wie schnell spräche sich dergleichen in den gegnerischen Reihen herum, dass die Spieler, wo nicht hier sind, logischer Weise woanders sein müssen. Und schon setzt der für jeden Torjäger äußerst gefährliche Prozess des Denkens ein: Ja, wo sind sie denn, die Spieler, wo nicht hier sind? Sind sie bei Tante Martha, Kaffee trinken? Beim Lieblingsitaliener Pasta essen? So wichtig Spieler, wo hier sind, so wichtig sind Schiffe, wo ganz dicht sind und so gefährlich Despoten, wo nicht ganz dicht sind. Nun ist der Innovationsschub, den der große brasilianische Dichter, Bordon, der Sprache gewährt hat, eine Spezialität südamerikanischer Kicker. Zahlreiche Interviews der athletischen Sprach-Erneuerer geben davon ein beredtes Zeugnis: „Ich-viel-Ärz-fü-Brossia-erste-Alpheit-guttt-für-Fans-un-so-Brossia-suppa-alles-hier-suppa-wir-gewonnen.“

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