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Diakonische Dienste unterstützen bei Demenz

LÜNEN Ein gutes Netzwerk aus Angehörigen und Experten, wie die Diakonischen Dienste Lünen und Selm, kann dafür sorgen, dass dementiell erkrankte Menschen länger in ihrer gewohnten Umgebung bleiben können.

von Von Beate Rottgardt

, 19.08.2008
Diakonische Dienste unterstützen bei Demenz

Die beiden geronto-psychiatrischen Fachkräfte Marlene Triantafillou (l.) und Kathrin Kornath (M.) in der Wohnküche der DDL mit Christine Deisenroth, Leiterin der Diakoniestation. Foto Rottgardt

Dennoch gehört die Begleitung von Demenzkranken zu den schwersten Tätigkeiten, zumal Angehörige diesen enormen Einsatz meist rund um die Uhr das ganze Jahr über leisten. „Zum Glück gibt es jetzt mehr Geld für zusätzliche Betreuungsleistungen,“ so Christine Deisenroth von der Diakoniestation der Diakonischen Dienste Lünen und Selm (DDL).

Eine bunte Mischung aus Begleitung, Betreuung und Anleitung sollte man nutzen, um die Angehörigen zu entlasten und gleichzeitig die Betroffenen zu fördern. „Wir empfehlen, dass sich eine unserer Fachkräfte vor Ort die Situation ansieht und abschätzt, welche Möglichkeiten daheim sinnvoll sind und wie man die Angehörigen entlasten kann“, betont Christine Deisenroth. Möglichkeiten der Entlastung und der Förderung sind die Tagespflege, Betreuungsangebote in Gruppen wie dem „Wohnküchen-Treff“ der DDL oder – für Urlaub- und Krankheitszeiten – die Kurzzeitpflege. Die geronto-psychiatrischen Fachkräfte Marlene Triantafillou und Kathrin Kornath aktivieren aber auch daheim noch vorhandene Ressourcen der Demenzkranken und leiten Angehörige an, dies auch im Alltag zu tun.

„Wir bieten beispielsweise Gedächtnisaktivierung bei leichter oder beginnender Demenz an. Wichtig ist immer, dass der Betroffene Spaß hat, nicht überfordert wird und erkennt, dass er noch was kann“, betont Marlene Triantafillou. Zwei Grundlagen haben die DDL-Mitarbeiter für ihre Arbeit mit Demenzkranken: Die Validation, eine Kommunikationsmethode, bei der man dem kranken Menschen Wertschätzung in seiner eigenen Welt entgegenbringt. Und die Biographie-Arbeit. Um den Ausbruch der Demenz oder die Verschlechterung des Zustands lange hinaus zu zögern, sollte man soziale Kontakte pflegen, sich möglichst viel bewegen und geistige Leistungen aktivieren. Oft kommen Angehörige erst spät zur DDL, zu anderen Pflegediensten oder der Pflegeberatung. Christine Deisenroth rät dann dazu, vor einer Begutachtung durch den Medizinischen Dienst eine Fachkraft zu Rate zu ziehen.

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