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Erste Anlaufstelle für Menschen mit Behinderung in Lünen

Neue Beratung

Wo beantrage ich in Lünen einen Schwerbehinderten-Ausweis? Wie erhalte ich Zuschüsse für die Reha? Welche Förderung gibt es für einen barrierefreien Umbau der Wohnung? Auf solche Fragen gibt es nun eine schnelle Antwort.

Lünen

, 22.08.2018
Erste Anlaufstelle für Menschen mit Behinderung in Lünen

Stellen das Lüner Beratungsteam (v.l.): Frank Vehlow (Blinden- und Sehbehindertenverein Kreis Unna), Charlotte Kebekus (EUTB), Wolfgang Bennewitz (Behindertenbeirat Lünen), Ingo Espenhorst, Verena Kehmann (beide EUTB) und Elisabeth Grieseler-Middendorf (Behindertenbeirat Lünen). © Daniel Claeßen

Seit dem 1. Januar entstehen unter Federführung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales deutschlandweit Anlaufstellen für die „Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung“ (EUTB). Dabei handelt es sich um ein niederschwelliges Angebot für Menschen mit Behinderung und jene, die von Behinderung bedroht sind, sowie für deren Angehörige. Ziel ist es, den Weg durch den Behördendschungel zu erleichtern. Oder, wie Verena Lehmann es formuliert: „Wir wollen ein Wegweiser sein.“

Ein „buntes Team“

Verena Lehmann ist Mitarbeiterin der Perthes-Stiftung und Teil eines „bunten Teams“, wie sich die Mitglieder selbst bezeichnen. Dieses Team kümmert sich um die EUTB im gesamten Kreis Unna. Neben dem Perthes-Werk sind das Sozialwerk Schwerte und das Netzwerk Diakonie an diesem Team beteiligt. Neben derzeit zwei Standorten im Kreis – in Schwerte und in Kamen – soll es in allen Kommunen einmal im Monat offene Sprechstunden geben.

In Lünen präsentierte sich das Beratungsteam im Foyer des Rathauses. Die Lippestadt ist im Kreis Unna ein Schwerpunkt: Bei der letzten Erhebung zählte der Kreis zum 31. Dezember 2015 22.762 Lüner Bürger mit Behinderung, 14.221 davon wiesen einen Behinderungsgrad von mehr als 50 Prozent auf. „Bezogen auf die Einwohnerzahl zu diesem Zeitpunkt waren das 22,6 Prozent der Lüner Bürger“, zitiert Wolfgang Bennewitz vom Behindertenbeirat aus der Statistik. Damit wäre fast ein Viertel der Lüner Bevölkerung betroffen, der Beratungsbedarf ist also gegeben.

Angst vor dem ersten Schritt

„Viele wissen nicht, wie der erste Schritt bei einem Antrag aussieht“, sagt Verena Lehmann. „Oder sie trauen sich nicht, diesen ersten Schritt zu tun.“ Hier will das EUTB-Team erste Anlaufstelle sein und die Menschen anschließend weitervermitteln. „Was uns fehlt, sind Räumlichkeiten“, sagt Wolfgang Bennewitz. Der Behindertenbeirat sei diesbezüglich schon an die Stadt herangetreten. Die ließ auf RN-Anfrage mitteilen, dass man bemüht sei, einen passenden Raum zu finden, um die Beratungsstelle zu unterstützen.

Kontakt zum EUTB-Team unter Tel. (02304) 945310, per Mail an verena-
lehmann@perthes-stiftung.de. Weitere Infos gibt es auf der Homepage.
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