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Ex-Lüner spendet Buche, Bank und Spanferkel für den Südpark

Europahain-Projekt

Im Rahmen des 2016 von der Europa-Union ins Leben gerufenen Europahain-Projekts findet am Freitag (30.) die nächste Pflanzaktion im Südpark statt. Daran nimmt auch ein besonderer Gast teil.

Lünen, Lünen-Süd

, 29.11.2018
Ex-Lüner spendet Buche, Bank und Spanferkel für den Südpark

Das Bild zeigt eine frühere Pflanzaktion der Europa-Union. © Beuckelmann

Langsam aber sicher nimmt der vom Stadtverband Lünen der Europa-Union Deutschland 2016 ins Leben gerufene Europahain im Südpark Formen an. Am Freitagmorgen (30.) findet dort wieder eine Pflanzaktion statt.

„Daran nimmt ein ganz besonderer Gast teil“, wie Jochen Otto, Chef des Stadtverbands, sagt. Die Rede ist von Klaus Sommer (69), der am 29. November 1949 als 60.000ster Bürger in Lünen geboren und sich 1971 auf den Weg nach München machte.

Der gebürtige Lüner und Unternehmer, der heute mit seiner Familie in Landshut lebt, war im April dieses Jahres zufällig im Internet auf das Projekt gestoßen. Ohne zu zögern, hatte er sich daraufhin bei Jochen Otto per E-Mail gemeldet und zugesagt, einen Baum und außerdem eine Bank für den Europahain im Südpark zu spenden - und wenn möglich, vorbeizukommen. Nun ist es soweit.

Ex-Lüner spendet Buche, Bank und Spanferkel für den Südpark

Klaus Sommer © Sommer

Die Bank soll, wie Jochen Otto weiter sagt, am Vormittag um 10 Uhr am Vereinsheim der Südparkfreunde aufgestellt werden. Und weil Arbeit durstig und hungrig macht, „legt Klaus Sommer noch einen drauf“, so Otto: „Ferner lädt er alle Baumspender, die Südparkfreunde und Vertreter der Europa-Union zu einem ‚Bayerischen Abend‘ ab 18 Uhr am Vereinsheim der Hundefreunde ein. Neben Spanferkel und Bier aus Bayern soll es zünftige Livemusik geben. Dafür habe Klaus Sommer die Sängerin Alexandra Schmied engagiert, sagt Otto: „Wir gehen alle davon aus, dass es ein unvergesslicher Abend wird.“

Gedenken an NS-Opfer

Zur Erinnerung: Im Mai 2011 wurde im Südpark eine Europa-Buche in der Nähe des Gedenksteins für die Opfer der NS-Herrschaft gepflanzt. „Dieser Baum soll ein positives Zeichen auf dem Weg von der Gewaltherrschaft des NS-Staates zu einem vereinten, friedlichen, demokratischen und sozialen Europa sein“, sagt Jochen Otto. Später sei daraus die Idee entstanden, in der Nähe auf einer Freifläche einen Europahain anzusiedeln.

Große Spendenbereitschaft

Nachdem 2016 die erste Rotbuche im neuen Europahain gepflanzt wurde, ist dieser Hain inzwischen auf zwölf Bäume gewachsen. Jochen Otto: „Dank großer Spendenbereitschaft aus der Bürgerschaft und von Klaus Sommer können nun sieben weitere Rotbuchen in die Erde gesetzt werden - unter tatkräftiger Mithilfe der Südparkfreunde und von Thomas Herkert von der Abteilung Stadtgrün“.

Es wäre toll, sagt der Chef des Stadtverbands, „wenn wir bis zur Europawahl im Mai 2019 noch neun (oder acht) Spender finden würden, um dieses Projekt mit 28 oder 27 Buchen stellvertretend für die Mitgliedsländer der Europäischen Union abschließen zu können.“

Ob die EU im Mai 2019 noch 28 oder schon 27 Mitglieder hat, hängt davon ab, ob der Brexit bis dahin tatsächlich vollzogen und Großbritannien also aus der EU ausgetreten ist oder nicht.

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