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Ex-Sparkassenchef geht nun doch nicht zum DRK

Lüner Funktionär

Ex-Sparkassenchef Ulrich Fischer wird nun doch nicht Vorstandsvorsitzender des DRK-Kreisverbands Lünen, Eigentlich sollte er seine Stelle schon am 1. November antreten, ist nun aber von seinem Vertrag zurückgetreten. Wie geht es jetzt weiter?

LÜNEN

, 13.10.2016
Ex-Sparkassenchef geht nun doch nicht zum DRK

Ulrich Fischer, ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Lünen, geht nun doch nicht zum DRK.

„Wir sind von Herrn Fischer sehr schwer enttäuscht“, sagte Jürgen Gefromm, Vorsitzender des DRK-Präsidiums am Donnerstag. Er bestätigte damit Informationen unserer Redaktion zu Fischers Rückzug.

Was ist passiert?

  • Das DRK-Präsidium hatte sich am 19. September einstimmig für Ulrich Fischer als Nachfolger von Hasan Sürgit entschieden. Um den Chefsessel beim Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes hatten sich über 30 Kandidaten beworben.
  • Am 22. September, der Anstellungsvertrag zwischen dem DRK und Fischer war bereits unterschrieben, stellte das Präsidium Fischer auf einer Pressekonferenz in Lünen als DRK-Vorstand vor. Wenige Stunden später trat Ulrich Fischer bei der DRK-Kreisversammlung auf.
  • Während der Pressekonferenz hatte Fischer erklärt: „Neben meiner Tätigkeit als Bankkaufmann habe ich mich schon immer sozial engagiert. Wenn ich sehe, wie das DRK national und international wirkt, finde ich das sehr beeindruckend. Und die vielen Bausteine, die das DRK bilden – das ist einfach schön. Ich freue mich sehr auf meinen Amtsantritt am 1. November.“
  • Zur Erinnerung: Ulrich Fischer war im Rahmen der Fusion der Sparkasse Lünen/Selm mit der Stadtsparkasse Werne zur Sparkasse an der Lippe zum 1. Januar dieses Jahres aus dem Geldhaus ausgeschieden. Zu den Gründen wurde bis heute nichts bekannt. Sicher ist, wie Recherchen unserer Zeitung ergaben, dass Fischer ab Januar ein Ruhegehalt in Höhe von 50 Prozent seiner festen Bezüge bis zum Pensionsbeginn am 1. Juni 2018 erhält. Bereits geflossen ist eine Einmalzahlung im Januar von 400 000 Euro als Ausgleich für die mit dem Ausscheiden „verbundenen finanziellen und sozialen Nachteile“. Mit dem Ruhegehalt macht das in der Summe 770 000 Euro.

 

Warum ist Fischer am 29. September vom Vertrag zurückgetreten?  „Das ist eine gute Frage, ich weiß es nicht“, sagte Jürgen Gefromm am Donnerstag: „Wir haben lange verhandelt, wir haben den Vertrag ausgearbeitet, er hat sich den Gremien vorgestellt, wir waren uns absolut einig – so etwas habe ich wirklich noch nie erlebt.“ Ulrich Fischers Ehefrau erklärte Donnerstag auf Anfrage unserer Redaktion, dass ihr Mann für eine Stellungnahme bis auf Weiteres nicht zu erreichen sei.

Wie geht es weiter? Das DRK-Präsidium mit Hochdruck einen neuen Vorstandsvorsitzenden. „Das ist natürlich nicht so einfach. Schließlich gab es einige gute Bewerber. Die müssen sich doch jetzt wie die zweite Wahl vorkommen“, sagte Präsidiumschef Jürgen Gefromm: „So ein Mist.“ Gleichwohl hofft Jürgen Gefromm, bis zur nächsten Präsidiumssitzung am 20. Oktober zumindest eine Vorentscheidung hinsichtlich der Besetzung des Vorstandspostens zu finden. Bis dahin und darüber hinaus werde Hasan Sürgit die Geschäfte weiterführen. Sürgit, der bereits am 1. September an die Spitze des DRK-Landesverbands Westfalen Lippe (Münster) gewechselt ist, sollte Ulrich Fischer nebenher einarbeiten.

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