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Faszination für Autos im Dornröschenschlaf

Ausstellung geplant

LÜNEN Die Faszination für Autos hat den Lüner Fotografen Claus Marklseder erfasst. Anders als die meisten anderen Zeitgenossen interessieren ihn nicht herausgeputze Chromkarossen, sondern jene Schätze, die in Scheunen und Garagen vergessen worden sind.

von Von Beate Rottgardt

, 05.08.2010

Autos im Dornröschenschlaf: Das Schicksal von Oldtimern, die 50 Jahre und mehr auf der Motorhaube haben, irgendwann mal in Scheunen abgestellt wurden und seitdem vor sich hin rosten. Claus Marklseder ist fasziniert von diesen Fahrzeugen, will ihnen im kommenden Jahr eine ganze Ausstellung widmen. Der bekannte Lüner Fotograf entdeckte vor zwei Jahren sein Faible für die betagten Modelle. „Ein Foto ist auch schon in meinem Lünen-Buch“, erzählt der Wahl-Lüner. Dann bekam er so richtig Spaß an der Suche nach Oldtimern, die eben nicht auf Hochglanz poliert und wieder einsatzfähig geschraubt wurden. „Ich will die vergessenen Autos und Trecker finden, die Charakter haben und die ich in Schwarzweiß abbilde.“

„Auch das Rumstöbern macht Spaß, wenn man neue Kontakte knüpft, meist in der Oldtimerszene“, erzählt der gebürtige Bayer. Und da gibt es auch mittlerweile Anekdoten. So wollte Marklseder einen Trecker fotografieren. Doch der Besitzer bestand darauf, ihn erst zu waschen. „Ich wollte aber die Staubschicht und so kam es dann nicht zum Foto.“ Für die geplante Ausstellung im Sommer 2011 in der Ökologiestation braucht er aber noch 20 weitere Fotos. „In Deutschland erschöpft es sich so langsam.“ Jetzt will er deshalb seine Kontakte zu Leuten nutzen, die aus Polen stammen. „Einige Tipps hab ich schon bekommen.“ Und so fährt er im Herbst nach Lodz, in die Nähe von Warschau und auch ins südliche Polen. „Ich muss mich beeilen, in Polen sind die Schrottpreise sehr hoch, möglicherweise werden die Fahrzeuge bald verschrottet.“ 

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