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Feuerwehr: Sprengungen in Lippholthausen zu hören

Einsatz bei der Firma Innovatherm

Immer wieder der Knall von Sprengungen, dann die Sirenen der Feuerwehr: Die Retter mussten am Dienstagvormittag bei der Lüner Firma Innovatherm am Trianel-Kraftwerk anrücken. In einem Silo loderten Glutnester. Wie es zu den Sprengungen kam und was genau Feuer gefangen hatte, erfahren Sie hier.

LÜNEN

, 18.11.2014
Feuerwehr: Sprengungen in Lippholthausen zu hören

Bei der Firma Innovatherm in Lippholthausen musste die Feuerwehr anrücken.

Mit Schaum und Wasser hat die Feuerwehr am Dienstagvormittag einen Silo der Firma Innovatherm geflutet. Dort hatte sich getrockneter Klärschlamm vermutlich selbst entzündet. Am Mittag wurde begonnen, den Silo leerzuräumen. Das Unternehmen verbrennt in seiner Anlage Klärschlämme und Abfälle, um aus dem Dampf Strom zu gewinnen.

Schon vor zehn Tagen sei eine erhöhte Temperatur in dem Silo festgestellt worden, sagt Geschäftsführer Falko Lehrmann. Material sei festgekokelt. An vier Tagen sei versucht worden, die Verstopfung mit Sprengungen zu lösen. Manche Bürger haben sich über den lauten Knall gewundert. „Wir standen von Anfang an in engem Kontakt mit der Feuerwehr“, so Falko Lehrmann, Geschäftsführer von Innovatherm. Mitarbeiter hätten nach und nach den getrockneten Klärschlamm aus dem Silo geholt. Weil am Dienstag dann ein heißes Glutnest entdeckt wurde, habe man die Feuerwehr gerufen. Die Hauptwache und der Löschzug Lünen-Mitte sind seit 10 Uhr im Einsatz. „Es hat keine Luftbelastung gegeben“, erklärt Feuerwehrchef Alfred Krömer.

Durch weitere Sprengungen habe man das festgeschmorte Material im Silo gelöst, erklärte Falko Lehrmann. So kann der Klärschlamm aus dem Silo fallen und werde mit Radladern zur Annahmegrube gefahren. Später könne das Material wie vorgesehen in der Anlage verbrannt werden. Wie es genau zu der vermuteten Selbstentzündung kommen konnte, wisse man nicht, so Lehrmann. Der Sachschaden wird auf 50.000 Euro geschätzt. 

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