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Geht Biogasanlage am Stadthafen vor Anker?

LÜNEN Willkommen war sie in Brambauer nie, die von den Stadtwerken und Partnern geplante Biogasanlage. Jetzt haben die Verantwortlichen die ehemalige Heilitfläche hinter dem Stadthafen als möglichen Alternativstandort auserkoren.

29.08.2008
Geht Biogasanlage am Stadthafen vor Anker?

Hinter dem Tanklager am Stadthafen könnte die Biogasanlage gebaut werden.

Mitte nächster Woche tagt das Präsidium. Auf der Tagesordnung steht die Entscheidung über den Anlagenbau auf dem Grundstück unweit des Tanklagers am Datteln-Hamm-Kanal.

Damit ist das Gewerbegebiet Achenbach wohl nicht mehr im Blickfeld. Schon während der Informationsveranstaltungen zum Bau der Biogasanlage in Brambauer hatten die Stadtwerke angekündigt, sich neben der Achenbachfläche auch um Alternativen zu bemühen. „Wir nehmen die Bedenken der Bürger ernst“, heißt es bei den Stadtwerken. Wie berichtet, hatten sich die CDU-Ortsunion Brambauer wie auch der SPD-Ortsverein den Sorgen der Anwohner vor möglicher Geruchsbelästigung und erhöhtem Verkehrsaufkommen angeschlossen.

Vorbehaltlich der Entscheidung des Präsidiums, soll die Biogasanlage nun im Schatten des Tanklagers gebaut werden. Das Grundstück gehört den Stadtwerken, die es an die Gesellschaft für Reststoffverwertung und Entsorgung mbH (RVE) verpachtet haben. Es habe Gespräche über eine Rücknahme der Fläche gegeben. Für das ehemalige Heilitgelände gebe es eine Genehmigung für thermische Bodenaufbereitung. Die geplante Anlage soll Ende nächsten Jahres in Betrieb gehen und jährlich 4 Millionen Kubikmeter Biogas erzeugen. Das entspricht 40 Millionen Kilowattstunden, so viel, wie 10 Prozent der Lüner Haushalte verbrauchen. „Gefüttert“ wird die Anlage mit Maissilage und getrockneter Gülle, die in abgekapseltem Produktionsprozess in Biogas umgesetzt werden. Speziell netztauglich aufbereitet, kann dieses dem Erdgas beigemischt oder in Strom und Wärme umgewandelt werden. Die Gesamtinvestition beträgt 10 Millionen Euro, von denen die Stadtwerke 30 Prozent finanzieren. Den Rest tragen Partnerunternehmen.

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