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Genossenschaften kämpfen gegen Kupferklau

WBG und Bauverein

Mit je 100 Euro sollen Zeugen belohnt werden, die helfen, Kupferdiebe zu stellen. Der Klau von Regenrohren aus Kupfer hat sich zu einem handfesten Problem entwickelt, auch für die Lüner Wohnungsbaugenossenschaften.

LÜNEN

27.06.2012
Genossenschaften kämpfen gegen Kupferklau

Kupferdiebe machten auch vor der Stadtkirche St. Georg nicht Halt.

Diese Belohnung loben daher Bauverein und Wohnungsbaugenossenschaft (WBG) Lünen aus. Denn beide Genossenschaften haben seit Mitte 2011 massive Probleme mit unbekannten Tätern, die Teile von Fallrohren an Wohnhäusern stehlen. Der Schaden reicht pro gestohlenem Fallrohrteil von 300 bis 500 Euro.  Über 220 Fallrohr-Stücke haben unbekannte Täter seit einem Jahr von Gebäuden des Bauvereins und der WBG abmontiert und gestohlen. „Vor einem Jahr hat das schlagartig eingesetzt“, so Ernst-Dieter Standop (WBG). Nach 35 Fällen vom 1. Juni bis 31. Dezember 2011 sind es seit Jahresanfang bis heute bereits 45 weitere Diebstähle.  

 Noch härter hat es den Bauverein getroffen. „Wir haben bislang 143 Diebstähle zu verzeichnen“, so Friedhelm Deuter, Vorstand des Bauvereins. Teilweise seien auch Zinkrohre gestohlen worden, die kupferfarben gestrichen waren. Ärgerlich ist auch, dass die Fassaden beim Diebstahl beschädigt werden.  

„Wir stellen bei jedem Fall Strafanzeige“, hob Standop hervor. Da die Preise für Kupfer in jüngster Vergangenheit massiv gestiegen sind, erklärt sich dadurch wohl die Vorliebe der Diebe für die Fallrohre, die anschließend weiter verkauft werden.  Gemeinsam haben die Vorstände beider Wohnungsbauunternehmen überlegt, wie man den Dieben Einhalt gebieten könnte. „Auch die Polizei ist auf die Mithilfe der Bevölkerung angewiesen“, so Standop. Deshalb erhält jeder Zeuge, der Hinweise liefert, die zur Ergreifung der Kupferdiebe führen, 100 Euro Belohnung. „Wenn man etwas Verdächtiges beobachtet, sollte man sofort die Polizei anrufen“, bittet Standop. Aber natürlich auf keinen Fall sich selbst in Gefahr bringen.  

Auch wer bemerkt, dass die Schellen an den Fallrohren locker sind, sollte sich melden. Denn die Täter bereiten so oft den Diebstahl vor, den sie dann am nächsten Tag ausführen.

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