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Großhändler vernichtet 24 Tonnen Dönerfleisch

Defekte Kühlung

Am 26. August stoppte die Polizei einen Transporter auf der A44 in Höhe Anröchte. Es stellte sich heraus, dass der Fahrer aus Lünen 24 Tonnen Dönerfleisch ohne Kühlung transportierte. Das hatte nun Folgen.

Lünen

, 06.09.2018
Großhändler vernichtet 24 Tonnen Dönerfleisch

Blick in den LKW mit dem Dönerfleisch. Das Fahrzeug wurde verplombt, der Kreis Unna übernimmt die weiteren Untersuchungen. © Polizei

Zwar war laut Polizeiangaben die Kühlung auf minus 19 Grad eingestellt. Messungen der Beamten ergaben jedoch eine Ladungs-Temperatur von sechs Grad plus - deutlich zu viel, weshalb der Kreis Unna als zuständige Behörde eine genauere Prüfung des Fleisches anordnete.

Zunächst teilte der Kreis mit, dass am betreffenden Tag noch eine Kerntemperatur zwischen minus 3,1 und 7,1 Grad festgestellt worden sei - das wäre unbedenklich gewesen.

Das Veterinäramt prüfte anschließend alle 24 Paletten stichprobenartig und nahm eine mikrobiologische Untersuchtung vor. Das Ergebnis liegt nun vor: „Die Werte entsprachen nicht den gesetzlichen Normen.“

Ordnungswidrigkeitsverfahren gegen Fahrer

Aufgrund der Temperaturerhöhung in Verbindung mit der mikrobiologischen Beanstandung habe sich der Großhändler entschieden, die gesamte Ware in Abstimmung mit der Veterinärbehörde zu vernichten. „Das hätte er nicht machen müssen - es war ja nur ein Teil der Ware betroffen“, so Kreissprecherin Constanze Rauert. „Für uns ist die Sache damit erledigt.“

Die Polizei hat ein Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet - nicht nur wegen der defekten Kühlung, sondern auch wegen eines Verstoßes gegen die Lenkzeitenverordnung: Der Fahrer hatte seine zulässige Zeit hinterm Steuer mit knapp 13 Stunden deutlich überschritten.

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