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Herbstlaub fällt von den Bäumen, WBL stehen in den Startlöchern

Laubalarm steht bevor

Platanen, Linden und Kastanien: Noch glänzt ihr schönes Herbstlaub in der Sonne. Nicht mehr lange, und dann wird es wieder zu Boden fallen. Dann fängt die Arbeit der Wirtschaftsbetriebe an.

Lünen

, 12.10.2018
Herbstlaub fällt von den Bäumen, WBL stehen in den Startlöchern

Die WBL-Mitarbeiter sind im Herbst oft in Sachen "Laubalarm" unterwegs. © Martina Niehaus

Von der Sonne bestrahlt, knackig und in leuchtenden Farben hängen sie an den Bäumen. Doch eigentlich warten die Blätter nur darauf, bald herunterzufallen und auf Lünens Gehwegen und in den Gärten zu landen. „Wir stehen schon in den Startlöchern“, sagt Ulrich Wahl fröhlich.

Der Abteilungsleiter Stadtbildpflege und Stadtreinigung bei den Wirtschaftsbetrieben Lünen weiß: Je länger es draußen warm und schön ist, umso geballter fällt dann beim ersten Wind das Laub von den Bäumen. Deshalb haben die WBL schon auf ihrer Homepage eine Info herausgegeben unter dem Titel - Achtung Wortspiel - „Laubüberfall“.

Alarm schon im Sommer

„Wenn die Linden am Friedhof in Brambauer das Laub abwerfen, dann wissen wir, dass es losgeht“, sagt Wahl. In diesem Jahr sei bereits im Sommer zwischendurch Alarm in Sachen Laub gewesen. „Es war so trocken, dass viele Platanen ihre Rinde abgeworfen haben.“ Und dann ist viel zu tun auf den Straßen, so zum Beispiel auf der Münsterstraße. „Die Straße ist toll, mit den Bäumen sieht das fantastisch aus. Aber im Herbst kommen da Massen runter“, sagt Wahl.

Massen - das klingt erst mal relativ. Doch Ulrich Wahl hat auch Zahlen parat: 300 Tonnen Laub sind im letzten Jahr durch die WBL-Mitarbeiter auf Lüner Stadtgebiet gesammelt worden. „Das ist `ne ganze Menge“, sagt er.

Arbeiten im Schichtbetrieb

Ein Teil des Laubs landet in den Kehrmaschinen, ein Teil wird mit dem Laubsauger (oder Laubbläser? Saugbläser? Nennen wir ihn Heinzelmann) entfernt. Ein Lkw ist es, den die WBL für diese Arbeiten vorgesehen haben. „Vorne befindet sich ein Saugrüssel, mit dem man auch unter den Autos durch an das Laub kommen kann“, erklärt Ulrich Wahl. Denn Lünen sei eine Stadt mit vielen engen, oft zugeparkten Straßen. „Da kommt die Kehrmaschine nicht immer dran.“ Mitarbeiter der WBL laufen mit eigenen Laubsaugern- bzw. Bläsern vorweg.

Müssen die Mitarbeiter denn im Herbst regelmäßig Überstunden schieben? „Im Normalfall fährt der Lkw tagsüber, im Herbst dann auch im Schichtbetrieb. Natürlich führt der Herbst zur Mehrarbeit, dann wird auch schon mal der Samstag mit einbezogen, oder die Arbeit dauert eine Stunde länger.“ Das Laub, das nicht mit dem Straßenkehricht entsorgt wird, kommt am Ende in die Kompostierung bei Remondis.

Wo entsorgt der Bürger das Laub?

„Die Pflicht zur Gehwegreinigung für Anlieger gilt auch für die Laubbeseitigung“, heißt es bei der WBL. Laub von Gehwegen kann in die Biotonne gefüllt werden. Das Laub darf allerdings weder vom Grundstück auf den Geh- oder Radweg noch in den Rinnstein gefegt werden. Das würde nämlich die Kehrmaschinen bei der regulären Fahrbahnreinigung behindern. „Manche Bürger bauen auch Laubkörbe aus Draht, an Stellen, wo hohe Laubbäume stehen“, weiß Ulrich Wahl. Wenn die WBL-Mitarbeiter sehen, dass tatsächlich nur Laub in diesen Behältern ist und kein anderer Müll, leeren sie sie zwischendurch mit der Saugmaschine. „Das hilft uns natürlich auch“, sagt Ulrich Wahl.

Im Grunde freut sich der Abteilungsleiter, dass sich das Laub bisher so gut an den Bäumen „gehalten“ hat. Denn wenn alles geballt fällt, ist es für die Mitarbeiter einfacher zusammenzutragen. „Was immer schlecht ist, ist starker Regen. Dann ist alles massig und schwer.“

Privat, im eigenen Garten, bevorzugt Ulrich Wahl übrigens die gute alte Harke. „Heute hat ja jeder Privatmensch so ein Laubsauger-Ungetüm, aber mit der Harke tut man ja auch noch was für die Kondition“, sagt er lachend.

  • Die Straßenreinigungssatzung der Stadt Lünen regelt die Pflicht der Eigentümer zur Gehwegreinigung. Danach sind Eigentümer oder Erbbauberechtigte, deren Grundstücke an Gehwegen angrenzen, reinigungspflichtig.
  • Dabei umfasst die Reinigung zum Beispiel die Beseitigung und sachgerechte Entsorgung von Schmutz, Pflanzenwuchs, Laub, Schlamm oder Unrat und Niederwuchs, der die Gehwege einengt. Anlieger einer Mischfläche sind zur Reinigung eines 1,50 Meter breiten Fahrbahnstreifens, gemessen von der Grundstücksgrenze, verpflichtet.
  • Eingesammeltes Laub kann bis maximal fünf Säcke pro Tag auf dem Wertstoffhof der WBL kostenlos entsorgt werden. Außerdem steht der „Wertstoffhof mobil“ an den Samstagen in verschiedenen Stadtteilen.
  • Im Herbst kann man größere Mengen bis fünf Kubikmeter auch über den Grünabfallservice abholen lassen - oder einen Container bestellen.
  • Ein Tipp für Gartenfreunde: Das Herbstlaub im Garten hat durchaus seinen Sinn und Zweck. Lässt man es unter Sträuchern und Bäumen liegen und deckt man Beetflächen damit ab, so werden Boden und Pflanzen vor zu strengem Frost geschützt. Vielleicht fühlt sich dann sogar ein Igel im Garten wohl. Auf Rasenflächen muss das Laub natürlich entfernt werden. Aber auch bei Laub ist eine Kompostierung möglich.
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