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In Konflikten an der Seite der Opfer stehen

MuTiger-Stiftung

Zivilcourage fördern ist Ziel der Stiftung „MuTiger“. Dr. Christian Lüdke, bekannter Lüner Kriminalpsychologe, ist stellvertretender Vorsitzender der Stiftung. Er zieht eine durchweg positive Bilanz der Anfangsphase der Stiftung.

LÜNEN

von Von Beate Rottgardt

, 19.06.2012
In Konflikten an der Seite der Opfer stehen

Dr. Christian Lüdke mit Infomaterial der MuTiger-Stiftung, deren stellvertretender Vorsitzender er ist.

„Wir haben schon über 200 Anmeldungen zu unseren Kursen für angehende MuTiger, in denen die Teilnehmer lernen, wie sie in Konfliktsituationen richtig reagieren, um Opfern zu helfen. Jede Woche laufen zwei von diesen Kursen, an denen zwölf Interessenten teilnehmen können“, erklärt Dr. Lüdke.  

Derzeit leiten zwölf ausgebildete Deeskalationstrainer die Kurse. Außerdem ist jeweils ein Polizeibeamter aus Recklinghausen oder Gelsenkirchen dabei. Der Kurs dauert vier Stunden und ist kostenlos für die Teilnehmer. Finanziert werden die Kurse von der Stiftung.  Teilnehmen kann am ab 14 Jahren. Man kann sich auf der Homepage registrieren und bekommt einen Überblick über die Kurstermine. Wer mag, kann sich dann auch zu solch einem Kurs anmelden.  

„MuTiger“ will für Zivilcourage auch in Kindergärten und Schulen werben. Allerdings dann mit einer altersabhängigen Sprache, so könnte es in Kitas heißen „cool sein und cool bleiben“.  Auch in Lünen werden MuTiger-Kurse angeboten, in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule. Klar ist, dass es am 5. Dezember so einen Kurs geben wird. Dr. Lüdke: „Wenn sich aber vorher viele Interessenten aus Lünen melden, bieten wir früher einen Kurs an. Die Absolventen bekommen auch eine MuTiger-Karte, mit der sie Vergünstigungen bei unseren Partnern erhalten.“  

Wichtig ist den Verantwortlichen der MuTiger-Stiftung, dass im Ernstfall die MuTiger nicht in Konfrontation mit dem Täter gehen, sondern sich dem Opfer zuwenden. Dr. Lüdke: „Jeder hilft, wie er kann, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen.“

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