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Justiz-Kritiker: Neue Vorwürfe gegen Richter

Landgericht Dortmund

Neue Befangenheitsanträge gegen Richter und Psychiater, neue Vorwürfe gegen die Polizei: Der Lüner Justiz-Kritiker Winfried S. (52) ließ auch beim Verhandlungstag am Mittwoch vor dem Landgericht Dortmund nicht locker.

LÜNEN/DORTMUND

11.08.2010
Justiz-Kritiker: Neue Vorwürfe gegen Richter

Im Mittelpunkt der Verhandlung stand eine Durchsuchung der Wohnung des Angeklagten vom 4. Dezember 2007. Nachdem die Polizei Wind von den unzähligen Beleidigungen und Mordaufrufen des Lüners im Internet bekommen hatte, sollten seine Unterlagen und Computerdateien überprüft und gegebenenfalls beschlagnahmt werden.

Doch der Einsatz in dem Mehrfamilienhaus in Brambauer geriet damals völlig außer Kontrolle. Eine Polizistin erinnerte sich am Mittwoch als Zeugin: „Wir kamen noch nicht einmal dazu, ihm den Durchsuchungsbeschluss zu zeigen, da stürmte er schon die Treppe hoch zu einem Fenster.“ Winfried S. habe sich dann mit den Armen voran durch das Fenster gestürzt und auf die Straße gebrüllt, er werde unrechtmäßig von der Polizei belangt.

Später habe er die Polizistin dann fast die Treppe herunter gestoßen, ehe er im Hausflur überwältigt werden konnte. Die nächste Zeit verbrachte Winfried S. dann in der Psychiatrie in Aplerbeck. Im Prozess nutzte der 52-Jährige ausgiebig die Gelegenheit, die Polizistin selbst zu befragen. Nachdem er dabei vermeintliche Widersprüche aufgedeckt hatte, stellte er fast ein bisschen stolz fest: „Ich habe vor nichts mehr Angst, als ohne Zeugen mit Polizisten zusammen zu sein.“

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