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Kita und Wohnbebauung auf dem Gelände der Hauptschule Lünen-Wethmar

Hauptschule Wethmar

Neues Leben ist auf dem Gelände der geschlossenen Wethmarer Hauptschule geplant. Mehrere Bauprojekte sollen auf der Fläche realisiert werden. Grünes Licht gab es von der Politik.

Lünen

, 31.07.2018
Kita und Wohnbebauung auf dem Gelände der Hauptschule Lünen-Wethmar

Seit einiger Zeit stehen die Gebäude der ehemaligen Hauptschule Wethmar leer. Auf dem Gelände plant die Stadt nun vier verschiedene Bauprojekte. Der zuständige Ausschuss gab schon eimal grünes Licht für den Bebauungsplan.

Gleich vier verschiedene Bauprojekte sollen auf dem Gelände der ehemaligen Hauptschule Wethmar realisiert werden. Dafür gaben die Mitglieder des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt in ihrer Sitzung einstimmig grünes Licht – indem sie der Aufstellung eines Bebauungsplanes zustimmten. Der Bebauungsplan Lünen Nr. 226 „Am Diek West“ umfasst das Gelände der ehemaligen Hauptschule zwischen der Bahnlinie Lünen-Münster im Norden und der Straße Am Diek im Süden. Außerdem beschloss der Ausschuss die „frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit sowie die Beteiligung der Behörden und sonstiger Träger öffentlicher Belange.“

Mehrere Bauprojekte geplant

An die Entwicklungsfläche werden unterschiedliche Nutzungsansprüche gestellt:

Entstehen soll öffentlich geförderter Wohnungsbau zur Unterbringung von Flüchtlingen für maximal 50 Personen.

Geplant ist zudem der Neubau einer Kindertagesstätte für fünf Gruppen. Die neue Kita soll eine Gebäudefläche von mindestens 875 Quadratmetern und ein bespielbares Außengelände von mindestens 1200 Quadratmetern haben. Mit Stellplätzen und Zuwegungen beträgt der Flächenbedarf insgesamt zwischen 2000 und 2500 Quadratmetern.

Bezahlbares Wohneigentum

Im Masterplan Wohnen ist die Fläche der Entwicklungskategorie erster Priorität zugeordnet mit der Empfehlung, dort Geschosswohnungsbau zu errichten. Laut des Masterplans Wohnen ist in Wethmar besonders Bedarf an bezahlbarem Wohneigentum für junge Familien und Paare mit mittlerem Einkommen, an gefördertem Wohnungsbau für Bevölkerungsgruppen mit unterdurchschnittlichem Einkommen und an seniorengerechtem, bezahlbaren Geschosswohnungsbau vorhanden.Schließlich soll ein Spielplatz in der Größe zwischen 400 und 1000 Quadratmetern errichtet werden. Denn nördlich der Münsterstraße ist derzeit kein städtischer Spielplatz vorhanden. Zudem entfällt mit der geplanten Bebauung die Freifläche auf dem Schulgelände. Der Spielplatz soll sich im Nordosten der Fläche an die Kita anschließen. Sollte die Kita noch erweitert werden müssen, reiche, so die Verwaltung, die großzügig bemessene Teilfläche in diesem Bereich auch dafür aus.

Infoveranstaltung für Bürger

Der Geschosswohnungsbau für Flüchtlinge sowie der im Masterplan Wohnen angedachte Wohnungsbau sollen im Südosten der Fläche realisiert werden. Aufgrund des hohen öffentlichen Interesses, insbesondere was den Kita-Neubau und den Bau von Wohnraum für Flüchtlinge betrifft, plant die Stadt neben der „normalen“ Öffentlichkeitsbeteiligung auch eine Informationsveranstaltung für Bürger.

Auf dem Gelände insgesamt befinden sich Altablagerungen. Im Hinblick auf die geplante Umnutzung muss ein Bodengutachten erstellt werden, um die Gefährdung abzuschätzen.

Lärmgutachten erforderlich

Ein weiteres Gutachten ist erforderlich, um die Versickerungsfähigkeit der Böden zu überprüfen – auch wenn die Entwässerung über den vorhandenen Kanalbestand grundsätzlich gesichert ist. Zudem ist ein Lärmgutachten erforderlich, da die Fläche südlich der Bahnlinie nach Münster liegt.Da die Fläche im Norden an einen Wald angrenzt, darf der vom Landesbetrieb Wald und Holz geforderte Mindestabstand zum Wald bei der Bebauung nicht unterschritten werden.

Grundstückskauf ist vorgesehen

Die Erschließung der Fläche erfolgt, so die Verwaltung in ihrer Vorlage, über die Dorfstraße und die Straße Am Diek, deren Fahrbahn bzw. Einmündungsbereich dafür verbreitert werden müssen. Dazu strebt die Stadt einen Grundstücksankauf an. Eigentümer des Grundstücks ist die Wohnungsbaugesellschaft Vivawest. Was die Kosten der gesamten Maßnahmen und der erforderlichen Gutachten betrifft, setzt die Stadt auch auf Veräußerungserlöse durch den Verkauf der Wohnbauflächen. Zu Aufwand und Ertrag lägen, so die Stadt, allerdings noch keine verlässlichen Daten vor.

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