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"Kommunales Wahlrecht für alle ist alternativlos"

25 Jahre Multikulturelles Forum

Alle in Deutschland wohnenden Ausländer sollen nach dem Willen der SPD-Fraktion das kommunale Wahlrecht erhalten. "Das werden wir auf den Weg, auch wenn wir mit Widerstand rechnen müssen. Aber es gibt keine Alternative." Dies erklärte NRW-Arbeitsminister Guntram Schneider auf der Feier zum 25-jährigen Bestehen des Multikulturellen Forums.

LÜNEN

von Von Dieter Hirsch

, 26.09.2010

Schneider war ebenso wie Prof. Dr. Maria Böhmer, Staatsministerin bei der Bundeskanzlerin und Beauftragte für Migration, Flüchtlinge und Integration, Festredner der feierlichen Veranstaltung mit rund 600 Gästen im Hansesaal. Schneider betonte: "Wir wollen Einheit in Vielfalt. Die Menschen sollen auf dem Boden des Grundgesetzes so leben können, wie sie es möchten."

Prof. Böhmer überbracht die Glückwünsche von Bundeskanzlerin Angela Merkel. Böhmer lobte das Multikulturelle Forum besonders dafür, dass sich dessen Bildungs- und Beratungsangebote nicht nur an Zuwanderer richteten.Kein einfacher Weg

"Rund 40 Prozent der Teilnehmer unsere Kurse haben keinen Migrationshintergrund", erklärte Kenan Kücük, Geschäftsführer des Multikulturellen Forums. "Es war kein einfacher Weg, um auf den heutigen Stand zu kommen. Und wir sind auch noch längst nicht da, wo wir hinwollen", so Kücük weiter.

Das kommunale Wahlrecht für Nicht-EU-Bürger sei eine Chance. Kücük sagte auch: "Die Möglichkeit der Einbürgerung werde noch nicht von allen Migranten angenommen". Er forderte vor dem Hintergrund der Sarrazin-Diskussion dazu auf, "nicht gegen einander, sondern miteinander zu reden."

Im Rahmen der Feier zum 25-Jährigen Bestehen wurden auch die vom Multikulturellen Forum ausgelobten Preise für besonderes Engagement im Bereich der Intergrationsarbeit vergeben. Der Multikulti-Preis 2010 ging dabei an die Alevitische Gemeinde Dortmund.

Förderpreise erhielten die Geschwister-Scholl-Gesamtschule Lünen und der Sozialdienst Katholischer Frauen Lüdinghausen.

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