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Lüner SV: Der Weg zum Sportplatz ist zu dunkel

Kamener Straße

Auf der Kamener Straße, seit der Sanierung ohne durchgehende Beleuchtung, hat sich die Situation noch verschärft: Die Höchstgeschwindigkeit wurde auf 70 Stundenkilometer heraufgesetzt, die Uhren wurden auf Winterzeit umgestellt . Jetzt schlägt der Lüner SV Alarm. Eltern weigern sich, ihre Kinder zum Training zu schicken.

LÜNEN

, 02.11.2014
Lüner SV: Der Weg zum Sportplatz ist zu dunkel

Die Beleuchtung an der Kamener Straße ist eher spärlich.

"Viele Eltern sind nicht bereit, ihre Kinder durch das heute dunkle Straßen- und Waldstück an der B 61 zum Fußballtraining zu schicken. Vor dem Umbau hatten wir derartige Sorgen nicht, da die Kamener Straße insgesamt gut beleuchtet war", erklärt Jugendleiter Werner Krause. Nach Meinung des Vereins beeinträchtigt "die unzureichende Beleuchtung den geordneten Trainingsbetrieb und die Jugendarbeit gerade für die Minis in nicht unerheblichem Maße".

Als die Kamener Straße zwischen Kurt-Schumacher-Straße und Zwolle-Allee im Auftrag der Landesbehörde Straßen NRW saniert wurde, beidseitiger Radweg inklusive, legten die Bauarbeiter alle bisherigen Laternen flach. Wenn die Stadt eine Beleuchtung in alter Form wolle, müsse sie das aus eigener Tasche zahlen, hieß es. Neue Leuchten werde es nur im Bereich der Fußgängerquerungen geben. Betroffene Bürger, Politiker und Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club (ADFC) protestierten.

Mittlerweile stehen wieder einige Laternen, wenn auch längst nicht so viele wie früher. "Ich habe damit Bauchschmerzen. So, wie es jetzt ist, kann es nach meiner persönlichen Meinung nicht die Lösung sein", sagte Rüdiger Billeb (SPD), stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Sicherheit und Ordnung. Der Ausschuss hatte sich Ende September mit dem Thema befasst, allerdings ohne konkretes Ergebnis. Zur nächsten Sitzung am 26. November soll erneut beraten werden. Auch vor dem Hintergrund der aktuellen Beschwerde des LSV.

"Ich kann die Argumentation des Vereins nachvollziehen", sagt Beigeordneter Matthias Buckesfeld. "Aber es handelt sich um einen Interessenkonflikt." Die Stadt, so Buckesfeld, stütze die These, "dass eine Beleuchtung im Außenbereich einen niedrigeren Standard haben kann als eine im Innenbereich". Ziel sei es, die Beleuchtung in dicht besiedelten Innenbereichen "auf einen vernünftigen Standard zu bringen". Schon das bedeute angesichts knapper Kassen erhebliche finanzielle Belastungen. Wolle man jetzt noch an der Kamener Straße nachrüsten, erfordere das "einen üppigen sechsstelligen Betrag".

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