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Lüner i-Männchen brauchen mehr Bewegung und Sprachunterricht

Schuleingangsuntersuchungen

Die Ergebnisse der Schuleingangsuntersuchungen liegen vor. Lünens Kinder liegen dabei oft im Trend. In drei Kategorien nimmt die Lippestadt aber eine fragwürdige Spitzenposition ein.

Lünen

, 05.09.2018
Lüner i-Männchen brauchen mehr Bewegung und Sprachunterricht

Die Schulärztinnen des Kreises Unna empfahlen jedem elften Kind nach der Schuleingnagsuntersuchung eine weitere Kontrolle beim Kinderarzt. © picture-alliance/ dpa

758 Untersuchungen haben die Amtsärzte in Lünen zum Schuljahr 2018/19 durchgeführt. In 93,7 Prozent der Fälle lagen die gelben Untersuchungs-Hefte vor, in denen der Kinderarzt die Entwicklung des Kindes von der Geburt bis zur Einschulung dokumentiert - bereits ein Anzeichen für einen positiven Trend, den der Kreis Unna ausmacht: „Die Kinder werden in der Familie und der Kita grundsätzlich gut gefördert“, teilt die Pressestelle des Kreises mit.

Nur 40 Prozent im Sportverein

Insgesamt hätten die Schulärztinnen weniger gravierende Störungen und Auffälligkeiten in den Bereichen Motorik, Sprache, Wahrnehmung und Verhalten festgestellt. „Besonders erfreulich ist der Rückgang von starkem Übergewicht bei den Schulanfängern“, berichtet Dr. Petra Winzer-Milo, Leiterin des Kinder- und Jugendgesundheitsdienstes. 2013 hatten noch 7,5 Prozent der Kinder starkes Übergewicht. 2018 sind es „nur“ noch 5 Prozent.

Die Ergebnisse im Einzelnen:

Übergewicht ist just eine der Kategorien, in denen Lünen den - wenig begehrten - ersten Platz einnimmt. 6,01 Prozent der 758 untersuchten Kinder waren nämlich übergewichtig, einen höheren Anteil hat keine der übrigen Kreiskommunen. Allerdings wurden auch für keine andere Kommune mehr Untersuchungen durchgeführt, selbst Unna kommt hier „nur“ auf 493. Nichts desto trotz brauchen die Lüner i-Männchen mehr Bewegung - zumal nur 40,5 Prozent der Untersuchten Mitglied im Sportverein sind. In dieser Statistik belegt Lünen kreisweit den letzten Platz.

Hoher Migrationsanteil

Schon im vergangenen Jahr war die Zahl der Kinder, deren Erststprache nicht Deutsch ist, in der Lippestadt auffallend hoch. Auch 2018 bedeuten 38,3 Prozent Anteil den Spitzenwert im Kreis - Petra Winzer-Milo hatte im Vorjahr bereits auf den generell hohen Migranten-Anteil in Lünen verwiesen. Während eine andere Erstsprache als Deutsch an sich nicht so schlimm wäre, beunruhigt jedoch der hohe Anteil der Kinder mit schlechten Deutschkenntnissen. Mit 13,32 Prozent liegt Lünen hier deutlich über dem Kreisdurchschnitt (5,22 Prozent).

Besonders gute Werte - wenn auch nicht die besten im Kreis - erzielt die Lippestadt in den Kategorien „Auffällige Motorik“, „Verhaltensstörung“ und „Verhaltensauffälligkeit“, wo die i-Männchen um drei bis vier Prozentpunkte besser als der rest des Kreises abschneiden.

Bessere Augen im Südkreis

Generell gestiegen ist der Anteil der logopädischen und der Frühförderung im Kreis. Innerhalb von fünf Jahren stieg der Anteil dieser Förderungen um rund sieben beziehungsweise rund drei Prozent. Der Anteil der im Sportverein aktiven Kinder sank kreisweit im gleichen Zeitraum um knapp vier Prozent.

Außerdem fiel den Schulärztinnen wie schon in den Vorjahren eine kuriose Entwicklung auf: „Kinder im Norden des Kreises Unna haben häufiger eine korrekturbedürftige Sehschwäche als im Südkreis.“ Die Schulärztinnen empfahlen jedem achten Kind eine Kontrolluntersuchung beim Augenarzt. 2013 war noch jedes fünfte Kind beim Sehtest auffällig. „Das spricht für eine gute und frühzeitige Versorgung mit Sehhilfen bereits im Vorschulalter“, so die Kreisbilanz.

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