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Millionenbetrug mit manipulierten Verträgen funktionierte viele Jahre

Leasing-Verträge

Als Vermittler von Leasinggeschäften verdiente ein 47-Jähriger jahrelang viel Geld. Beteiligt waren mehrere Autohäuser in Lünen. Seit Donnerstag steht er wegen Millionenbetrugs vor Gericht.

Lünen

, 02.08.2018

Laut Anklage der Staatsanwaltschaft hat der Mann aus Dortmund bei der Vermittlung von Autos, Arbeitsmaschinen und Mobilfunkverträgen diverse Banken über den Tisch gezogen.

Seine Masche erläuterte er den Richtern gleich nach der Verlesung der Anklageschrift selbst. Im Mittelpunkt der Machenschaften mit Leasinggeschäften stehen demnach mehrere Autohäuser aus Lünen.

Einen neuen Fuhrpark bestellt

„Irgendwann bin ich dahinter gekommen, dass es in vielen Bereichen ein System der Überfinanzierung gibt“, sagte der Angeklagte den Richtern. So hätten ihn zum Beispiel Firmen aus Wuppertal und Dortmund angesprochen und gefragt, ob er ihnen nicht einen komplett neuen Fuhrpark verschaffen könne.

Natürlich sollten die Fahrzeuge geleast werden. „Und natürlich sollten für die Firmen selbst finanzielle Vorteile herausspringen“, so der Angeklagte.

Zusammen mit den Lüner Autohäusern sei es ihm in der Folgezeit oft gelungen, beide Wünsche unter einen Hut zu bringen.

Fahrzeuge falsch bewertet

Die Fahrzeuge wurden in den Leasingverträgen einfach viel zu hoch bewertet. Die über den eigentlichen Wert hinausgehende Summe wurde den Auftraggebern dann nach Lieferung der Neuwagen ausgezahlt, der Leasing-Betrug war fertig.

„Mal waren das 5000 Euro, in Einzelfällen konnten die Kunden aber auch das Doppelte einstreichen“, so der 47-Jährige.

Prozess wird fortgesetzt

Dass die Raten durch den hochgeschraubten Preis anwuchsen, störte die Auftraggeber wenig. Sie waren laut Staatsanwaltschaft ohnehin weder in der Lage noch gewillt, die eingegangenen Leasing-Verträge auch tatsächlich zu erfüllen.

Der Prozess vor dem Dortmunder Landgericht soll noch mindestens bis Ende August dauern.

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