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Morddrohungen im Internet: Gericht verhandelt heute

Anklage Volksverhetzung

LÜNEN Er fühlt sich selbst als politisch Verfolgter in der nur angeblich rechtsstaatlichen und nur angeblich demokratischen BRD (Zitat auf der Homepage). Wegen Volksverhetzung wird gegen Winfried S. heute vor dem Landgericht Dortmund verhandelt.

04.08.2010
Morddrohungen im Internet: Gericht verhandelt heute

Der Angeklagte gab in Münster zu, seine Ehefrau aus heiterem Himmel erstochen zu haben, als diese gerade Wäsche wusch.

Das Verfahren am Mittwoch musste vertagt werden, weil der 52-jährige Lüner nicht verschienen war. Er meldete sich wegen "unerträglicher Kopfschmerzen" ab. Der schier endlose Kampf des 52-Jährigen gegen die Justiz geht damit heute weiter. Mehrere Ärzte halten Winfried S. für psychisch krank. Er selbst jedoch fühlt sich zu Unrecht verfolgt und reagiert deshalb wie ein in die Enge getriebenes Tier: Er tritt um sich. Das Internet ist voller Beleidigungen, mit denen der Lüner all diejenigen überzieht, die ihm in die Quere kommen. Mehrere Rechtsanwälte und Psychiater klagen schon jetzt über „Rufschädigung“. Als Freiberufler seien sie darauf angewiesen, dass ihr Name nicht zu Unrecht in einem negativen Zusammenhang erwähnt werde. Sämtliche Suchmaschinen seien jedoch mittlerweile mit den beleidigenden Äußerungen des Lüners gefüllt. „Wenn ich meinen Namen bei Google eingebe, stehen ganz oben Begriffe wie Horror-Psychiater oder so“, beklagt sich der derzeit vom Gericht eingesetzte Sachverständige. Am Ende des Prozesses könnte dann sogar seine dauerhafte Unterbringung in der geschlossenen Psychiatrie stehen. ►

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